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Chronik Oberösterreich
11/10/2021

Schlechtestes Bundesland: Oö. Gesundheits-LR Haberlander sieht keine Fehler

Das Bundesland hat die schlechteste Durchimpfungsrate und höchste 7-Tages-Inzidenz. Haberlander sieht bezüglich der Corona-Entwicklung keine Fehler.

Die oberösterreichische LH-Stv. Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander (ÖVP) sieht bezüglich der jüngsten Corona-Entwicklung keine Fehler. Zu den bundesweit höchsten Infektionszahlen und der niedrigsten Impfquote stellte sie in einem Interview im Ö1-Morgenjournal des ORF am Mittwoch fest: "Wir haben strengere Maßnahmen als der Bund gesetzt". Auch das Test-und Impfangebot werde jetzt sehr intensiv über das ganze Bundesland ausgerollt.

Haberlander betonte, dass die vierte Welle eine hohe Dynamik habe, das sehe man ja auch in anderen Bundesländern, "aber trotzdem beobachten wir die oberösterreichischen Zahlen sehr genau". Ob die Landtagswahlen am 26. September bei der Entwicklung eine Rolle gespielt hätten, man zu sehr auf die Impfgegner in Oberösterreich Rücksicht genommen habe und dies der große Fehler gewesen sei, beantwortete sie nicht direkt.

"Wir hatten einen fast normalen Sommer und dann kam es eben zu einem unglaublichen dynamischen Anstieg, der durchaus auch alle überrascht hat." Im Monatsvergleich sehe man bei den Infektionszahlen insbesondere ab dem 20. Oktober eine hohe Dynamik.

Dann seien in Beratung mit den Expertinnen und Experten frühzeitig eine FFP2-Maskenpflicht eingeführt und eben vergangene Woche auch schon strengere Regeln als vom Bund verordnet worden, was das Thema 2,5-G bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betrifft.

Schlechteste Impfquote 

Bei den Impfungen schaue man ebenso auf die Zahlen. Oberösterreich habe in dieser Kalenderwoche 121.000 Impfdosen bestellt. Das sei so viel wie noch niemals zuvor im Rahmen der vergangenen Wochen und Monate. Es werde eine Impfaktion bei den Krankenhäusern gestartet, wo um die 11.000 Oberösterreicher geimpft werden. Die niedergelassenen Ordinationen sollen zusätzlich weitere Impfangebote stellen, zusätzlich bemühe man sich um ein niederschwelliges Impfangebot. Nun sei viermal so viel Impfstoff bestellt worden als zuletzt. "Ich empfehle unbedingt sich auch anzumelden und ich weise auch darauf hin, dass das Impfangebot schon seit vielen Monaten bestanden hätte", sagte Haberlander.

Einen möglichen Lockdown sehe sie aktuell nicht, aber: "Ich habe gelernt, dass man in dieser Pandemie nichts ausschließen kann, zu keinem Zeitpunkt, aber es ist wichtig, dass wir Maßnahmen treffen, die auf Zahlen basieren und deshalb ist es wichtig, dass die jetzt gerade neu verordneten Maßnahmen, die seit Montag Gültigkeit haben, umgesetzt werden und beobachtet werden."

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