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Quagga-Muschel im Attersee und Mondsee: Worauf Besucher jetzt achten sollten

Die Quagga-Muschel wurde bereits im Attersee, Mondsee und Traunsee nachgewiesen. Wer mit Boot oder SUP den See wechselt, sollte einige wichtige Regeln beachten.
Eine Ansammlung von Muscheln auf einem sandigen Untergrund unter Wasser.

Die invasive Quagga-Muschel breitet sich in Europas Gewässern zunehmend aus. Auch in Österreich wurde die Art bereits in mehreren Seen nachgewiesen. In Kärnten ist sie mittlerweile in zahlreichen Gewässern angekommen und stellt die Forschung vor neue Aufgaben. 

Georg Santner, der Leiter des Kärntner Instituts für Seenforschung (KIS), zählt die invasive Muschel neben steigenden Wassertemperaturen und einer fehlenden Zirkulation der Seen zu den wesentlichen Herausforderungen, mit denen sich sein Team beschäftigt. Auch in Oberösterreich ist die Muschel längst heimisch geworden: Der Attersee, der Mondsee, der Traunsee und die Feldkirchner Badeseen gelten weiter als besiedelt. Um eine weitere Ausbreitung auf bislang verschonte Gewässer zu verhindern, appellieren Experten an Wassersportler und Besucher zur Vorsicht.

Quagga-Muschel in Österreichs Seen

Das weitere Ausbreiten der invasiven Art konnte in Oberösterreich bislang gebremst werden. Wie aus einer Presseaussendung des Landes Oberösterreich hervorgeht, sind einige Seen bisher verschont geblieben. Dazu zählen der Hallstätter See, der Irrsee, der Almsee, der Offensee, der Schwarzensee, der Laudachsee sowie der Vorderer Langbathsee. 

Vor Seewechsel: Standup-Paddle und Boote gründlich reinigen

Damit das auch so bleibt, appelliert Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder an Wassersportler, Boote, Angel- und Tauchausrüstung sowie Standup-Paddle-Boards beim Wechsel zwischen Seen gründlich zu kontrollieren, zu reinigen und vollständig zu trocknen zu lassen. 

„Die Quagga-Muschel wird zu einem immer größeren Problem an den betroffenen Seen. Damit nicht noch weitere oberösterreichische Seen von einer Invasion getroffen werden, braucht es Achtsamkeit. Wer sein Boot oder seine Ausrüstung sauber macht, schützt damit nicht irgendein abstraktes Ökosystem, sondern den Badetag der Kinder, die Fischerei am See und die Wasserqualität“, so Kaineder. 

So schützt man Gewässer vor Invasion

Man müsse konsequent bleiben: „Ein einziger schlampig gereinigter Bootsrumpf kann reichen, um ein neues Gewässer zu belasten“, schildert der Landesrat. Eine gründliche Reinigung mit anschließender Trocknung ist entscheidend, da Boote, Anker oder Fischereigeräte Larven oder kleine Muscheln unbemerkt in andere Gewässer einschleppen können. Daher reicht ein kurzes Abspülen oft nicht aus.

Warum ist die Quagga-Muschel problematisch?

Die Quagga-Muschel stammt ursprünglich aus Zuflüssen des Schwarzen Meeres. Inzwischen breitet sie sich in immer mehr europäischen Gewässern aus. Sie haftet an Steinen, Holz, Bootsrümpfen und technischen Anlagen, kann aber auch feine Sedimentböden besiedeln. Das hat weitreichende Folgen: Die Muschel kann Rohre und Filter von Wasseranlagen verstopfen, heimische Arten verdrängen und das ökologische Gleichgewicht verändern. Zudem filtert sie große Mengen Plankton aus dem Wasser und beeinflusst dadurch die Nahrungskette in Seen.

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