Chronik | Oberösterreich
10.04.2012

Pfarrer fordern das Priesteramt für Frauen

Die Pfarrer der Diözese freuen sich über die Kritik des Papstes. "Kein Tadel, keine Drohung, sehr erfreulich", sagt P. P. Kaspar.

Klaus Dopler, Pfarrer von Gallneukirchen, ist mit der Kritik des Papstes an der Pfarrerinitiative, die er am Gründonnerstag im Petersdom ausgesprochen hat, zufrieden. „Es ist sehr positiv, dass er unsere Sorge um die Zukunft der Kirche teilt und dass er unser Anliegen aufgegriffen hat." Er versteht aber nicht, dass Benedikt XVI. das Nein zur Frauenpriesterweihe als „unwiderrufliche Entscheidung" bezeichnet. „Das Niemals-Nie ist gefährlich. Wie kann Rom das sagen, wo es in der Geschichte schon ein paar Mal damit Schiffbruch erlitten hat und wo sich die Zeichen der Zeit so ändern?"

Peter Paul Kaspar,  Seelsorger in der Linzer Ursulinenkirche und ebenfalls Mitglied der  400-köpfigen Pfarrerinitiative,  findet, dass der Papst  „relativ trickreich" geantwortet habe. „Das amüsiert mich." Denn er habe mit dem Nein zum Frauenpriestertum die kühnste Forderung herausgegriffen. Benedikt XVI. spiele die Pfarrerinitiative „wie ein Politiker" herunter, obwohl sie eine innerkirchliche Protestbewegung aus der Kerngruppe sei.

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