Chronik | Oberösterreich
24.11.2017

OÖ: Physiotherapeut soll zwölf Patientinnen missbraucht haben

Die Opfer sind betagte Frauen. Erste Fälle waren bereits im Juli aufgeflogen. Der Mann ist nicht geständig,

Ein Physiotherapeut soll zwischen 2013 und 2017 in Oberösterreich zwölf Patientinnen missbraucht haben. Bei den Opfern handelt es sich großteils um betagte und gebrechliche Frauen. Der 45-Jährige war im Juli festgenommen worden.

Misshandlung statt Therapie

Zwei Pensionistinnen hatten unabhängig voneinander Anzeige erstattet. Der 45-jährige Physiotherapeut soll die beiden Frauen im Alter von 77 und 90 Jahren über mehrere Monate hinweg missbraucht haben. Er soll sie wöchentlich in ihren Wohnungen für "Behandlungen" besucht haben. Statt Therapieeinheiten habe er sich aber an ihnen vergangen, teilte die Polizei mit. Diese beiden Taten soll der Niederländer im Zeitraum von Mai bis Dezember 2015 bzw. von April bis Mai 2017 verübt haben. Die "Therapien" wurden von den Pensionistinnen aufgrund der Vorfälle beendet.

Seither befragten die Ermittler insgesamt 62 Patientinnen und konnten so nun weitere Übergriffe zutage fördern - insgesamt sind laut Polizei zwölf Opfer bekannt. Die Staatsanwaltschaft Linz hat den Mann in drei Fällen angeklagt - zweimal wegen sexuellen Missbrauchs einer wehrlosen Person, einmal wegen sexueller Belästigung. Dem Beschuldigten drohen ein bis zehn Jahre Freiheitsstrafe. Er ist zu den Vorwürfen nicht geständig.