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Chronik Oberösterreich
10/12/2020

Ohlsdorfer Trinkwasser: Deponie soll nun saniert werden

Nachdem 2014 Pestizide im Grundwasser festgestellt wurden, soll nun in einem letzten Schritt die Deponie saniert werden.

von Petra Stacher

Etwa sechs Jahre ist es her, dass im Grundwasser von Ohlsdorf (Bezirk Gmunden) Pestizide festgestellt wurden. Diese gingen von einer Baurestdeponie der Asamer Kies- und Betonwerke GmbH aus. In den vergangenen Jahren wurde die Deponie gesichert, am Montag verkündete Umweltlandesrat Stefan Kaineder (Grüne) in einer Pressekonferenz, dass nun mit der nachhaltigen Sanierung begonnen werde.

Auch Robert Pree, Geschäftsführer der Asamer Kies- und Betonwerke, war zu Gast: „Damals war Gefahr in Verzug. Kein Tropfen durfte mehr versickern“, erzählt Pree. Besonders bitter sei der Imageschaden. Denn hinter dem Vorfall stecke eine „kriminelle Energie“, die nicht von Asamer ausging: Ein Abfallsammler aus OÖ habe flüssige Pestizidabfälle nicht ordnungsgemäß weiterverarbeitet, sondern auf der Deponie illegal entsorgt. „Betreffend der Kosten werden wir uns am Verursacher schadlos halten. Wir gestehen aber Fehler bei der Eingangskontrolle ein“, sagt Pree. Der Schaden betrage bereits über 10 Millionen Euro.

Ergebnis erst nach 10 Jahren

Nachdem zunächst die Versickerung eingestellt, die Deponie abgedeckt und das Sickerwasser mit Aktivkohlefiltern gereinigt wurde, steht nun laut Herbert Rössler vom Land OÖ der letzte Schritt an: Durch eine gezielte Auswaschung mittels einer „oberflächennahen Bewässerungsanlage“ und nachfolgender Reinigung der Sickerwässer solle die Pestizidbelastung weitgehend beseitigt werden.

Für einen Zeitraum von 10 Jahren müsse diese Sanierung betrieben werden, erst danach sei klar, inwiefern die Maßnahmen wirken. „Anhand Ohlsdorf sieht man, welche Dimensionen das annehmen kann“, sagt Kaineder. Er fordert deshalb EU-weit strengere Zulassungsbestimmungen für Pestizide.P. S.

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