Chronik | Oberösterreich
03.08.2017

Mutmaßlicher Mordfall: Roland K. wurde nicht vergiftet

Die Todesursache bleibt somit weiter rätselhaft. Zwei Verdächtige sitzen nach wie vor in U-Haft.

Im mutmaßlichen Mordfall Roland K. ist jetzt bei der Staatsanwaltschaft Salzburg ein chemisch-toxikologisches Gutachten eingelangt. Demnach wurde der 63-jähriger Salzburger, dessen Leiche am 12. Mai 2017 in einem Schweinestall im Bezirk Braunau tot aufgefunden war, nicht vergiftet. Die Todesursache bleibt weiterhin ein Rätsel.

"Es gibt keinen Hinweis auf eine Intoxikation", sagte die Mediensprecherin der Staatsanwaltschaft Salzburg, Barbara Fischer, am Donnerstag auf Anfrage der APA. Jetzt erhofft man sich Angaben zur Todesursache aus dem abschließenden Obduktions-Gutachten, das noch nicht vorliegt. Die Untersuchungen könnten darüber Aufschluss geben, ob der Salzburger durch Gewaltanwendung erstickt ist. Wegen der starken Verwesung der Leiche konnten keine äußere Anzeichen für stumpfe Gewalteinwirkung festgestellt werden.

Auch das molekular-genetische Gutachten lässt noch Fragen offen. Es seien keine verwertbaren DNA-Spuren an den Materialien gefunden worden, mit denen die Leiche eingewickelt war, erklärte die Staatsanwältin. Der Tote war von Kopf bis Fuß in Isolierband gewickelt, darüber befand sich eine Schicht aus Stoff und Vlies und als Außenschicht eine plastikartige Zeltplane.

Zwei Verdächtige sitzen nach wie vor in Untersuchungshaft. Es handelt sich um einen 29-jährigen Gastwirt, auf dessen Anwesen der Tote entdeckt wurde, und um einen 24-jährigen Musiker aus dem Flachgau. Gegen die beiden wird wegen des Verdachtes des Mordes ermittelt. Sie sollen die Leiche gemeinsam in dem ehemaligen Stall abgelegt haben. Die zwei Männer beteuerten bisher ihre Unschuld. Der Salzburger, der seit Sommer 2016 vermisst war, galt als vermögend.