Veronika Kitzinger

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Chronik Oberösterreich
10/03/2019

"Mit Vroni ging die Sonne auf"

Nachruf. Mit Veronika Kitzinger ist die "Mutter" des Grieskirchner Radmarathons vorzeitig verstorben.

von Josef Ertl

"Dort, wo Du warst, ging die Sonne auf.“ Mit diesen Worten auf der Schleife seines Abschiedskranzes fasste  Manfred Kitzinger die 39 Jahre seiner Ehe mit Veronika in einem Satz zusammen. Die aus Eschenau gebürtige  Veronika Hiesl-Haderer ist am 19. September im 62. Lebenjahr verstorben. Im Oktober 2017 hatte sie den Befund erhalten, an Kopftumor erkrankt zu sein. Vor einer Woche Tagen wurde sie in Grieskirchen begraben.

Viertes von zehn Kindern

„Sie haben großen Grund, für diese Frau und Mutter Danke zu sagen“, meinte Grieskirchens Pfarrer Johann Gmeiner in der der Begräbnis-Predigt zu Manfred und den beiden Söhnen Michael (32) und Peter (27). Sie habe so viel Gutes tun können, soviel Freude geschenkt und Liebe ausgestrahlt. Am 4. Dezember 1957 wurde  Vroni als viertes  von zehn Kindern  geboren. 1980 haben Manfred und sie  geheiratet. In Grieskirchen-Landsberg haben sie Haus gebaut. 40 Jahre war sie Mitarbeiterin der Rundschau. Die Funktion der Marketing-Leiterin war ihr aufgrund ihrer Kontaktfreudigkeit geradezu auf den Leib geschneidert.

2009 Gehirnblutung

2009 erkrankte sie an einer Gehirnblutung, von der sie sich aber wieder ganz erholt hat. „Sie hatte große Freude im Umgang mit Menschen. Das ist ihr im Blut gelegen“, sagte  Gmeiner.  „Besonders stolz war sie auf ihren Bruder Franz“ (Hiesl, Landeshauptmannstellvertreter, Anm.d.Red.). „Sie machte viele Veranstaltungen, es musste sich etwas rühren bei ihr.“ Das Nachbarschaftsfest in Landsberg haben ebenso dazu gehört wie  die Glocknerwallfahrt , viele Ausflüge und Schifahrten.  „Im Hause  Kitzinger wurde die  Gastfreundschaft groß geschrieben.“ Ein Kopftumor, der im Oktober 2017 dagnostiziert worden ist, hat ihr Leben stark verändert. „Aber sie war eine Kämpferin. Nie hat sie mit ihrem schweren Schicksal gehadert. Sie war immer noch voller Hoffnung. Ihr Manfred hat sie liebevoll gepflegt, unterstützt von ihren Schwestern und Schwägerinnen.“

Mutter des Radmarathons

Grieskirchens Bürgermeisterin Maria Pachner, eine  Freundin Vronis,  würdigte – auch im Namen der vielen Vereine – das Engagement Kitzingers und bezeichnete sie als „Mutter“ des inzwischen weitum bekannten Grieskirchner Radmarathons. „Sie hat in ihrem Leben, das leider viel zu kurz war, unglaublich viel bewegt. Sie war ein ausgesprochenes Kommunikationstalent, mochte die Menschen und sah immer nur das Gute in ihnen.“

Leben mit Vollgas

Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner meinte in seiner Trauerrede, Vroni hinterlasse nicht eine, sondern viele Lücken. „Das Leben ist wie ein Musikstück. Es kommt nicht darauf an, wie lange es dauert, sondern wie harmonisch, bunt und facettenreich es ist. Manchmal habe ich mir gedacht, wir könnten geschwister sein. Vollgas war unser Lebensmotto.“

"Nennt meinen Namen"

Am 17. Mai hat Vroni ein Gedicht verfasst mit der Bitte an ihre Schwiegertöchter, es bei ihrem Begräbnis vorzutragen. „Der Tod ist nichts. Ich bin nur in das Zimmer nebenan gegangen.   Das, was ich für Euch war, bin ich immer noch,  gebt mir den Namen, den ihr mir immer gegeben habt. Seid nicht feierlich oder traurig, sondern lacht weiterhin über das, worüber wir gemeinsam gelacht haben.  Betet, lacht und denkt an mich. Betet für mich, damit mein Name ausgesprochen wird.  So wie es immer war. Ohne die Spur eines Schmerzes. Das Leben bedeutet das, was es immer war, der Faden ist nicht durchschnitten.  Weshalb soll ich nicht mehr in Euren Gedanken sein. Ich bin nciht weit weg, ich bin nur an der anderen Seite des Weges.“

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