Linz AG garantiert niedrigen Preis für Strom und Gas

Hohe Strompreise: Die Haushalte sollen entlastet werden
Generaldirektor Erich Haider: Zentralraum kann auch ohne Erdgas fünf Monate mit Wärme versorgt werden.

Die Linz AG gibt ihren Bestandskunden für dieses Jahr eine Preisgarantie (Brutto- Arbeitspreise pro Kilowattstunde), nämlich 19 Cent für den Strom und 9 Cent für das Gas. Damit sei das 100-prozentige Tochterunternehmen der Stadt österreichweit der günstigste Anbieter, sagen Generaldirektor Erich Haider und Aufsichtsratsvorsitzender Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ). Die Gasspeicher seien aktuell zu 94,4 Prozent gefüllt.

Zusätzliche 60 Millionen Euro habe es die Linz AG wegen der Preissteigerung 2022 gekostet, die Speicher mit Erdgas zu füllen. Bereits im September sei ein Füllstand von knapp 100 Prozent erreicht gewesen, daher habe man ein Kontingent von 100 Gigawattstunden als strategische Gasreserve dem Bund zur Verfügung gestellt, blickte Haider zurück.

Auch für heuer sieht er die Versorgung gesichert, nachdem aktuell die Speicher gut gefüllt seien. Ziel sei mit Beginn der Heizsaison 2023 einen Stand von über 90 Prozent zu haben. Aber auch die Befüllung der Holzlager für das Bioheizkraftwerk sei am Laufen. Derzeit reiche die eingelagerte Menge für einen Vollbetrieb von gut drei Monaten aus.

Zudem habe man die beiden Fernheizkraftwerke nachgerüstet, so dass sie im Notfall auch mit Öl betrieben werden können. In Summe könne die Linz AG ohne Erdgas den Zentralraum für fünf Monate mit Wärme versorgen.

Preis für Bestandskunden bleibt gleich

Für die rund 250.000 Gas- und Stromkunden sichert Haider für dieses Jahr weiter "günstige, leistbare Preise zu". Bei Bestandskunden bleibe der Preis bei 19 Cent für Strom und 9 Cent für Gas.

Neukunden zahlen 13 Cent bei Gas und 27 Cent bei Strom, damit liege man aber noch immer unter dem Niveau von Bestandskunden anderer Energieversorger. Als Grund für die Preisgestaltung nannte Luger, dass die Linz AG "nicht mehr Gewinne lukriert, als moralisch vertretbar".

Das Merit-Order-Prinzip nannten sowohl er als auch Haider "falsch", da dadurch automatisch die Preise hoch liegen würden. Eine Krise wie der Krieg in der Ukraine führe noch zu einer weiteren Verschärfung.

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