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Chronik Oberösterreich
12/08/2019

Hitler-Geburtshaus: Ausschreibung steht kurz bevor

Architekten aus der ganzen EU sind eingeladen, ihre Pläne einzureichen. Entscheidung soll im Mai fallen.

Der bereits angekündigte EU-weite Architektenwettbewerb für das Hitler-Geburtshaus in Braunau am Inn soll am Dienstag ausgeschrieben werden. Das gehe laut einem Online-Artikel der Salzburger Nachrichten (SN) am Sonntag aus Projektunterlagen der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) hervor. Der Gewinner soll im Mai 2020 feststehen. Der Umbau soll rund zwei Millionen Euro kosten.

Der Sprecher des Innenministeriums, Christoph Pölzl, bestätigte am Sonntagnachmittag gegenüber der APA, dass die Ausschreibung "in den nächsten Tagen" erfolgen werde. Den genauen Tag und auch zu den weiteren Details der Ausschreibung könne er aber noch nichts sagen.

Entscheidung im Mai

Mitte November teilte das Innenministerium mit, dass die Polizei in das Geburtshaus des nationalsozialistischen Diktators Adolf Hitler in Braunau einziehen wird und für den Umbau ein EU-weiter Architektenwettbewerb gestartet werden soll. Laut SN können Architekten bis 30. April 2020 ihre Arbeiten einreichen und bis 11. Mai ist die Abgabe eines Modells vorgesehen. Am 19. Mai soll die Jury eine Entscheidung treffen und für 2021 und 2022 sei die Umsetzung des Siegerprojektes vorgesehen.

Jahrelang hatte es einen Rechtsstreit über das Hitler-Geburtshaus zwischen der Republik Österreich und der Eigentümerin gegeben. Nachdem der Nationalrat die Enteignung des Hauses 2016 beschlossen hatte, bekämpfte die Besitzerin sowohl diese als auch die Höhe der Entschädigung. Im August dieses Jahres war die Klägerin endgültig beim Obersten Gerichtshof in Wien abgeblitzt.

Damit war der Weg frei, eine Entscheidung über die Nachnutzung zu treffen. Künftig werden in dem Stadthaus laut Innenministerium das Bezirkspolizeikommando und die Polizeiinspektion Braunau unterkommen. "Durch die zukünftige Nutzung des Hauses durch die Polizei soll ein unmissverständliches Zeichen dafür gesetzt werden, dass dieses Gebäude für immer einer Erinnerung an den Nationalsozialismus entzogen ist", sagte Innenminister Wolfgang Peschorn.

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