Chronik | Oberösterreich
01/30/2017

VdB als "Zerstörer" bezeichnet: FPÖ-Politiker zieht sich zurück

Der oberösterreichische Gemeinderat hat sowohl den amtierenden Bundespräsidenten, Alexander Van der Bellen, als auch den Alt-Bundespräsidenten, Heinz Fischer, auf Facebook beleidigt.

Ein oberösterreichischer FPÖ-Gemeinderat hat am Montag seine Parteimitgliedschaft ruhend gestellt, bis Vorwürfe um Einträge auf seiner Facebook-Seite geklärt sind. Das teilte der Landesparteisekretär der FPÖ Oberösterreich Erwin Schreiner in einer Presseaussendung mit. Der Mandatar habe den Bundespräsidenten als "Zerstörer" und "Vollidiot" bezeichnet, berichtete die Kronen Zeitung online.

Der Gemeinderat aus dem Bezirk Steyr-Land habe bereits eventuell relevante Einträge auf seiner Seite gelöscht. Im Falle einer strafrechtlichen Verurteilung stelle er sein Mandat zur Verfügung und werde nicht mehr Mitglied der FPÖ sein, teilte die Partei mit. Laut dem Online-Bericht wüte der Mann bereits seit geraumer Zeit auf seiner Seite im sozialen Netzwerk. Er habe Alexander Van der Bellen mit Aussagen wie "Dieser Österreich Hasser ist sicher nicht mein Präsident" bedacht und dessen Wähler mit: "Ich hätte die grünen Idioten am liebsten erwürgt". Auch den ehemaligen Präsidenten Heinz Fischer habe er als "Vollidiot" bezeichnet und Musiker Klaus Eberhartinger als "den größten Idioten von Österreich".