Sepp Maier ist Projektverantwortlicher für die Neue Donaubrücke

© LinZ AG/Fotokerschi

Chronik Oberösterreich
03/01/2021

Das Superhirn der Donaubrücke

Sepp Maier leitet für die Stadt Linz die Umsetzung der Neuen Donaubrücke – eine Arbeit in Superlativen

von Claudia Stelzel-Pröll

Für Sepp Maier ist es definitiv keine Premiere. Brücken hat er während seiner beruflichen Laufbahn schon mehrere gebaut. Was neu ist, sind die Dimensionen: Ein einziger Bauteil der Neuen Donaubrücke wiegt 2800 Tonnen, ist 120 Meter lang und 35 Meter breit. Vergangene Woche wurden bereits zwei Abschnitte miteinander verbunden, am 3. und 4. März geht es zum letzten Mal ans Eingemachte, wenn das letzte Teil eingeschwommen und die Brücke vervollständigt wird.

Besondere Gefährte

„Das ist natürlich alles sehr spannend. Hier kommt Spezialequipment zum Einsatz, das sonst nur in Häfen verwendet wird, etwa zum Transport von Ölplattformen oder Raketenträgern“, sagt Maier. Von Anfang an war der 54-jährige Bauingenieur als Projektleiter ins Geschehen eingebunden. Wenn dann ab Herbst 2021 der Verkehr über die Neue Donaubrücke rollen wird, ist er alles andere als traurig: „Es gibt genug andere Dinge zu tun. Wir bauen ja nicht nur Brücken, sondern auch Straßen und Tunnel. Und bei so einem großen Projekt läuft ja auch nicht immer alles glatt. Aber wir haben es trotz einiger Schwierigkeiten geschafft, die Architektur auch statisch umsetzen. Das war wirklich eine Herausforderung. Eine Brücke mit dieser Optik und dieser Statik ist bis dato einzigartig.“

Qualitätskontrolle

In seiner Freizeit ist der Leondinger in den Bergen zum Skifahren oder zum Wandern unterwegs. Beruflich gehören Managementaufgaben genauso dazu wie Baubesprechungen oder Führungen über die Baustelle. Und ja, er ist schon mal oben gestanden, auf dem ersten fixierten Bauteil: „Zur Qualitätskontrolle. Wir nehmen jede Schweißnaht nicht nur visuell, sondern auch mit einem Ultraschallgerät ab.“

Via Livestream (vimeo.com/511566432) können Interessierte zuschauen, wie kommende Woche das letzte Puzzleteil eingefügt wird. „Es ist ja ein besonderer Platz mitten in Linz, der nun eine besondere Brücke bekommt“, so Sepp Maier.

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