Die klugen Köpfe von Miami-Blue Records: Peter Remplbauer, Daniel Happacher, Johannes Weger (v. li.) und Lukas Knapp (nicht im Bild)

© Lukas Leonte

Trend
02/24/2020

Daheim in den virtuellen Welten

Vier junge Burschen haben die Multimedia-Agentur „Miami-Blue Records“ gegründet, coachen Künstler und sind damit am Puls der Zeit.

von Claudia Stelzel-Pröll

Das Büro ist das Wohnzimmer und das Wohnzimmer ist das Büro. Wenn Daniel Happacher, 27, Peter Remplbauer, 23, Johannes Weger, 20, und Lukas Knapp, 23, an ihren Projekten tüfteln, brauchen sie dafür nur ihre Laptops, eine schnelle Internetverbindung und kreative Ideen. Was im Teenageralter mit einem Webradio-Sender begann, hat sich mittlerweile zu der handfesten Multimedia-Agentur Miami-Blue Records ausgewachsen. Das Unternehmen mit Firmensitz in Pucking, konkret in der Wohnung Daniel Happachers, existiert seit 2016. Vollzeit ist noch keines des der vier Gründungsmitglieder involviert.

Ausrüstung

„Wir haben immer die Philosophie vertreten, dass wir alles nur mit Eigenmitteln schaffen wollen, deswegen bauen wir das Ganze langsamer auf.“ Jeder Gewinn wurde bis dato sofort wieder in Equipment gesteckt – und davon brauchen die Jungunternehmer einiges. Immerhin organisieren sie Großevents wie „Internet Stars Live“, das erst kürzlich in der Plus City stattfand, betreuen Künstlerinnen und Künstler komplett. „Das heißt, dass wir von der Homepage bis hin zum fix fertigen Musikvideo alles bei uns produzieren können“, erklärt Happacher. Es gibt also sowohl ein Tonstudio als auch eine professionelle Kamera. Wenn sie nicht an den Projekten für das Unternehmen arbeiten, studieren sie, arbeiten als Sanitäter beim Roten Kreuz oder sind klettern. Lukas Knapp ist einer der besten Speed Climber Österreichs.

Da die Aufträge in letzter Zeit immer mehr werden, „sollte es früher oder später schon so sein, dass einer oder mehrere von uns hauptberuflich einsteigen“, erhofft sich der 27-jährige Happacher.

Natürlich sind alle vier regelmäßig in der virtuellen Welt unterwegs, immer auf der Suche nach jungen, noch unentdeckten Talenten, die aufgrund ihrer Bildschirmpräsenz und ihres Könnens groß rauskommen könnten. Und um den Kontakt zu den aktuell angesagten YouTubern und Bloggern zu halten. Dieses Netzwerk braucht Miami-Blue Records nämlich, um immer am Ball zu bleiben: „Dabei selektieren wir aber sehr wohl, welche Botschaften die Internetstars auf ihren Plattformen aussenden. Jemand, der Alkohol oder Drogen verherrlicht, den nehmen wir weder unter Vertrag, noch laden wir ihn zu Events ein. Wir sind uns dieser Verantwortung den jungen Usern und Userinnen gegenüber bewusst. Alles, was Künstler im Internet sagen oder tun, hat für diese Kinder und Jugendlichen große Relevanz“, sagt Daniel Happacher.

facebook ist out, Instagram ist in

Einen Trend haben die Medienjunkies aktuell ausgemacht, verrät Peter Remplbauer: „facebook ist für unsere Zielgruppe mittlerweile total uninteressant. Die sind mittlerweile alle auf Instagram oder TikTok unterwegs. facebook ist nur mehr für die Generation 35+ spannend.“

www.miamibluerecords.com

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