Braunau: Zu viele Hausärzte sind Impfgegner

Braunau: Zu viele Hausärzte sind Impfgegner
Impfgegner unter Medizinern sind für Oberösterreichs Ärztekammer-Präsident ein "Dorn im Auge" – und tragen Mitschuld an niedriger Impfquote.

von Gerhard Marschall und Petra Stacher

58,10 Prozent der Bevölkerung besitzen im Bezirk Braunau ein gültiges Impfzertifikat. Damit ist die Impfrate um knapp zehn Prozent geringer als in Österreich allgemein. Weshalb hinkt der Bezirk beim Impfen so beharrlich hinterher?

Eine Antwort mag just bei jener Berufsgruppe zu finden sein, der eine zentrale Rolle bei der Bekämpfung der Pandemie zukommt: den Hausärzten. Vieles deutet darauf hin, dass im Westen Oberösterreichs der Anteil der deklarierten Impfgegner unter den Medizinern deutlich größer ist als anderswo.

Dunkelziffer ungewiss

Josef Leimer, Sprecher der Bürgermeister des Bezirks, kennt das Problem: Der ÖVP-Politiker weiß von "einigen Ärzten", die etwa raten, lieber auf den Totimpfstoff zu warten. Laut Leimer ist die Ärztekammer bereits aktiv geworden: "Das dürfte gefruchtet haben." Der eine oder andere Arzt, der bisher nicht geimpft hat, sei dazu jetzt bereit.

Kommentare