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Chronik Oberösterreich
07/11/2021

Auto fuhr in Marktstand in OÖ: Ärzte aus Gottesdienst leisteten Erste Hilfe

86-Jähriger dürfte die Kontrolle über sein Auto verloren haben. Zwölf Menschen wurden verletzt.

Zwölf Menschen sind am Sonntagvormittag in St. Florian (Linz-Land) durch ein Auto verletzt worden, das in einen Marktstand vor dem Chorherren-Stift gefahren war. Fünf Menschen wurden schwer verletzt, darunter schwebt eine in Lebensgefahr. Sieben überstanden den Crash mit leichten Blessuren, darunter auch der 86-jährige Unfalllenker. Durch Zufall waren an dem Tag drei Ärzte beim Gottesdienst, die sofort Erste Hilfe leisteten, berichtete das Rote Kreuz der APA am Sonntag.

87-Jähriger raste frontal in Gemüsestand


„Beim Eintreffen war die Lage sehr unübersichtlich“, schilderte Einsatzleiterin Claudia Engertsberger vom Roten Kreuz die Situation am Unglücksort. Der 86-Jährige war mit seinem Wagen frontal vor dem Eingang des Augustiner Chorherrenstiftes mit seinem Wagen aus vorerst unbekannter Ursache in den Stand gerast. Schaulustige und Messbesucher hatten sich versammelt, gleichzeitig suchten die Rettungskräfte in der Menschenmenge nach Verletzten, die möglicherweise im Schock von der Unfallstelle gegangen waren. Durch Zufall waren auch drei praktische Ärzte zuvor im Gottesdienst und leisteten mit den Einsatzkräften sofort Erste Hilfe.

21-Jährige unter Verletzten


Überwiegend Menschen über 50 Jahren waren bei dem Unglück betroffen, sagte Engertsberger. Eine 21-Jährige, die als Markt-Verkäuferin arbeitete, war die Jüngste unter den Verletzten. Einer der Standl-Besucher erlitt eine offene Oberschenkelfraktur, andere mussten mit Becken- und Schädelverletzungen sowie Schnitt- und Schürfwunden medizinisch versorgt werden. Das AKH Linz, die Keppler Uni Klinik, das Krankenhaus in Steyr und das Klinikum Wels waren für die Versorgung der Verwundeten angesteuert worden. Insgesamt kamen neun Fahrzeuge und 32 Rettungsmitarbeiter neben den Notärzten zum Einsatz.


Das Kriseninterventionsteam war ebenso alarmiert worden. Ein Teil der Notfall-Seelsorger hielt sich bei der Rot-Kreuz-Ortsstelle auf, da immer wieder Menschen sich nach möglichen betroffenen Angehörigen erkundigten.

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