Polizei richtete Montagnachmittag Platzsperre bei den Redoutensälen ein

© Atzenhofer Wolfgang

Oberösterreich
09/18/2018

Atomgegner marschierten vor Minister-Bankett auf

Start des Treffens der EU-Energieminister in Linz ging Montag ohne Zwischenfälle über die Bühne. LH Stelzer unterzeichnete mit EU-Energiekommissar Cañete "Wasserstoffinitiative.

von Wolfgang Atzenhofer

Nur wer am gestrigen Montagabend in der Linzer Innenstadt zu tun hatte, bekam das Treffen der EU-Energieminister zu spüren. Am Fuße des Linzer Schlosses versuchten Oberösterreichs Atomgegner die EU-Delegationen mit einer Kundgebung auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. Die Gäste aus den 28 EU-Staaten waren von Landeshauptmann Thomas Stelzer und Ministerin Elisabeth Köstinger am Abend zum Bankett in die nahen Redoutensäle geladen worden. Dort hatte die Polizei eines von vier in Linz wegen des Gipfels verordneten Platzverbote eingerichtet.

„So unauffällig und so wenig verkehrsbehindernd wie möglich“, war laut Landespolizeidirektor Andreas Pilsl der Einsatz der Exekutive angelegt worden. Rund 500 Beamte waren gestern und heute für den Personen- und Objektschutz sowie für die Überwachung der Konferenzen abgestellt. Während gestern die Voest-Stahlwelt Schauplatz einer Fachkonferenz zu zukünftigen „grünen“ Energieformen war, geht die eigentliche Ministerkonferenz heute, Dienstag, im Design Center Linz über die Bühne. Am Rande der Konferenz bei der Voest unterzeichneten Landeshauptmann Thomas Stelzer und EU-Energiekommissar Miguel Arias Cañete auch die Wasserstoffinitiative, die die Erforschung nachhaltiger Wasserstofftechnologien zum Ziel hat.

Auch am Platz vor dem Design-Center Linz herrscht am heutigen Dienstag ein Platzverbot. Am Verkehrsknoten Europaplatz dürfte es gegen 8.30 Uhr Früh und am frühen Nachmittag zu Verkehrsbehinderungen kommen. Da sind die An- bzw. Abreise der Delegationen vorgesehen.

Hauptzielrichtung der Kundgebung gestern Abend war der Protest gegen den Euratom-Vertrag. „Die gestützten Finanzierungspläne der Briten für das AKW Hinkley Point müssen vor dem Brexit gestoppt werden“, erklärte Gabriele Schweiger von „Atomstopp OÖ“. Unterstützt wurde die Demo von Anti-Atom-Organisationen aus den Bundesländern, aber auch dem Bündnis "Linz gegen Rechts". Die Veranstaltung am Tummelplatz ging laut Polizei sehr ruhig über die Bühne. Laut Exekutive wurden rund 90 Teilnehmer gezählt, die Veranstalter berichteten von 160. 

Parallel zur EU-Konferenz wird heute Vormittag in Linz auch die von oö. Umweltlandesrat Rudi Anschober (Grüne) gegründete „Allianz der Regionen für einen europaweiten Atomausstieg“ eine Konferenz abhalten.

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