Atomgegner besetzten Büro von grünem Landesrat

Pöschko (Mi.) besetzte mit ihren Mitstreitern Rudi Anschobers Büro. © Bild: Antiatomszene

Der Verein "Antiatom-Szene" fordert den Rücktritt von Rudi Anschober.

Vorwurf: Anschober soll den Verein unter Druck gesetzt haben.
© Bild: PICTURENEWS.AT PETSCHENIG

Die Obfrau des Vereins „Antiatom-Szene“, Elvira Pöschko, hat gestern, Dienstag, mit Mitarbeitern das Büro von Umwelt-Landesrat Rudi Anschober (Grüne) besetzt. Man wehre sich gegen die Mitwirkung und Förderung von mutmaßlichen Rechtsextremen in der Anti-Atom-Arbeit des Landes, erklärten sie. Kritiker dieser „Missstände“ würden diffamiert. Es wird eine sofortige Reform oder die Auflösung verlangt sowie der Rücktritt Anschobers gefordert. Die Anti-Atom-Bewegung wird mit 360.000 Euro vom Land Oberösterreich gefördert.

Der Streit mit Anschober hat auch folgenden Hintergrund. Pöschko muss sich demnächst vor Gericht verantworten, weil sie ein Gespräch mit dem Politiker aufgezeichnet hatte – um zu blegen, das sie von ihm wegen Androhung des Entzugs der Förderung unter Druck gesetzt worden sei. Das Land Oberösterreich hat Pöschko angezeigt, weil es in der Aufzeichnung einen Gesetzesverstoß sieht. Pöschko wiederum beurteilt die Anzeige als „skandalös hoch drei“. Es handle sich um einen Versuch, Kritik mittels Justizgewalt abzustellen.

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( Kurier ) Erstellt am 25.01.2012