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Chronik Oberösterreich
08/03/2020

Arbeitsmarkt leicht positiv

Die Jugendarbeitslosigkeit ist aber weiterhin hoch.

von Josef Ertl

Die Arbeitslosigkeit betrug im Juli in Oberösterreich 6,2 Prozentpunkt, das heisst, 44.499 Personen sind arbeitslos. Damit liegt die Arbeitslosenquote um 1,8 Prozent höher als vor einem Jahr, als sie 4,4 % betrug. „Die Konsolidierung setzt sich weiter fort. Die Arbeitslosigkeit hat sich gegenüber Juni weiter leicht reduziert, das Bestandsplus gegenüber dem Vorjahr verringert sich weiter. Auch der Stellenmarkt nimmt weiter Bewegung auf. Der leicht positive Trend zeigt sich durch alle Branchen. Der weiteren Entwicklung im Herbst und im Winter blicken wir aber mit Bedenken entgegen“, kommentiert Iris Schmdit, die stellvertrende AMS-Landesgeschäftsführerin, die Zahlen. Aktuell sind 91.607 Personen in Kurzarbeit.

OÖ bundesweit an dritter Stelle

Mit 6,2 % liegt Oberösterreich im österreichweiten Vergleich an dritter Stelle. Tirol weist mit 5,7 % das beste Ergebnis auf, dahinter folgt knapp Salzburg (5,8 %). Wien verzeichnet eine Arbeitslosigkeit von 15,3 %. Österreichweit liegt sie bei 9,2 %.

Hohe Arbeitslosigkeit in Steyr-Land und Urfahr-Umgebung

Am stärksten ist der Bezirk Steyr-Land mit 9,1 Prozentpunkten von der Arbeitslosigkeit betroffen. Dahinter folgen Urfahr-Umgebung (8,9 %) und Wels und Wels-Land mit 8,8 %. Die besten Werte weisen der Bezirk Rohrbach (3,1 %) und Eferding (3,6 %) auf.

Stelzer und Achleitner positiv

Die Beschäftigung in Oberösterreich steigt nach dem Corona-bedingten Rückgang nun weiter an: Ende Juli gab es in unserem Bundesland um 14.000 unselbstständig Beschäftigte mehr als im Juni dieses Jahres, jedoch weiterhin um 10.480 Beschäftigte weniger als im Vorjahresmonat. Zugleich ist die Arbeitslosigkeit um 0,2 Prozent leicht zurückgegangen", kommentieren Landeshauptmann Thomas Stelzer und Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner die Daten.

SPÖ: Frauen und Junge sind die Verlierer

Für die frühere AMS-Chefin und nunmehrige SPÖ-Chef und Landesrätin Birgit Gerstorfer sind die Zahlen "besorgniserregend". Bei der Jugend-und Frauenarbeitslosigkeit müsse noch stärker gegengesteuert werden.  Allein bei den Lehrstellensuchenden gebe es ein Plus von 84 Prozent.  Die Gelder für die betroffenen Gruppen müssten aufgestockt werden.

Grüne in Sorge um Junge

Der Grüne Arbeitsmarktsprecherin Ulrike Schwarz sieht zwar eine leichte Erholung am Arbeitsmarkt, die Jugendarbeitslsoigkeit sei aber deutlich zu hoch. "Wir müssen die regional spezfischen Angebote stärken und auch auf die Bedürfnisse der jungen Menschen eingehen.

 

 

 

 

 

 

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