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Menschen hinter der Höllentalbahn: Ein Stück Geschichte, das weiterlebt

Ehrenamt, Folge 4. Damit historische Züge und Strecken nicht in Vergessenheit geraten, restauriert und betreibt Ferdinand Drexler sie ehrenamtlich.
Ferdinand Drexler streicht einen historischen Zug.

Wenn Ferdinand Drexler an die Höllentalbahn denkt, geht es um mehr als Schienen, Wagen und Technik. Es geht um ein Stück Geschichte, das nur durch Menschen wie ihn weiterlebt. Um alte Fahrzeuge, historische Anlagen und eine Bahnstrecke, die mit viel Engagement vor dem Vergessen bewahrt wird.

Jede freie Minute

Seit zwei Jahren steckt Drexler jede freie Minute in die Restaurierung eines historischen Beiwagens der Höllentalbahn. Gemeinsam mit seinen Vereinskolleginnen und -kollegen wird der Wagen Schritt für Schritt wieder in den Originalzustand zurückversetzt. Mit viel Geduld, handwerklichem Geschick und Liebe zum Detail wird geschraubt, gelötet und geschweißt. Eine Arbeit, die viel Zeit benötigt – aber auch besondere Momente schafft. 

Die größte Freude entsteht für Drexler dann, wenn aus vielen Stunden Arbeit wieder etwas Lebendiges entsteht. „Die größte Belohnung ist, wenn man mit dem Zug dann fahren kann“, erzählt er, das mache alle Mühen wert. Ebenso wichtig ist für ihn die Gemeinschaft im Verein: „Es ist schon super, wenn man mit Menschen zusammenarbeitet, die sich für dasselbe Thema interessieren. Das macht richtig Spaß.“

Derzeit engagieren sich rund fünfzehn Personen regelmäßig und aktiv bei der Höllentalbahn –  sie investieren viel Zeit und Herzblut. „Wir führen Buch – letztes Jahr waren es 5.200 Stunden, die aufgewendet worden sind“, sagt Drexler mit einem stolzen Grinsen. „Doch wir können immer helfende Hände gebrauchen“, fügt er hinzu. Jeder, oder jede, der sich für Züge interessiert, könne mitmachen.  

Technik, Geschichte, Gemeinschaft

Für Drexler ist genau diese Verbindung aus Technik, Geschichte und Gemeinschaft das Besondere am Ehrenamt. Es geht darum, etwas Wertvolles zu bewahren – und es gleichzeitig für andere Menschen erlebbar zu machen. Wenn Fahrgäste begeistert aussteigen und die Atmosphäre der alten Bahn genießen, ist das für die Helfer eine zusätzliche Motivation.

Die Höllentalbahn ist ein beliebtes Ausflugsziel: Dass die historischen Züge auch in Zukunft durch das Höllental fahren können, ist Menschen wie Ferdinand Drexler zu verdanken, die ihre Freizeit schenken, damit ein Stück Vergangenheit nicht verloren geht.

Der Artikel ist Teil einer Serie, in der wir Menschen vorstellen, die sich mit ihrem ehrenamtlichen Engagement für andere oder die Gesellschaft einsetzen.

Der Verein: Höllentalbahn

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