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Tierfreunde im Dauereinsatz: Jede Rettung ist ein kleiner Erfolg

Ehrenamt, Folge 3. Birgit Jost hat sich der Rettung von Tieren verschrieben. In Pressbaum hilft sie Haus- und Wildtieren.
Winziges Jungtier wird mit einer Spritze gefüttert.

Mit 15 Jahren engagierte sich Birgit Jost bereits bei Greenpeace – damals noch mit der Unterschrift der Eltern. Heute widmet sie ihre Zeit verletzten Katzen, geschwächten Igeln, verwaisten Wildtieren und ausgesetzten Haustieren.

2022 gründete sie gemeinsam mit einem kleinen Team die Tierhilfe Dürrwien in Pressbaum. „Wir sind ein kleiner Verein mit sieben aktiven Mitgliedern“, erzählt Jost. Die Aufgaben sind groß: Im Mittelpunkt steht die Not- und Akuthilfe – ausgesetzte Katzen, verletzte Wildtiere, die Bandbreite ist groß. Im Vorjahr kam ein völlig abgemagerter Hund zum Verein, der heute bei der Kassiererin ein neues Zuhause gefunden hat.

Wildtiere häufen sich

Immer öfter kümmern sich die Helferinnen und Helfer auch um Wildtiere. Die lange Hitzeperiode und der fehlende Regen haben heuer besonders den Igeln zugesetzt. „Wir bekommen zwei- bis dreimal pro Woche Igel – Unfallopfer, Babys oder alte, dehydrierte Tiere, die kein Futter mehr finden.“ Auch Vögel gehören zu den Schützlingen, für Krähen wurde ein eigenes Auswilderungsgehege errichtet. Der Einsatz ist intensiv.

„Wenn viele Babys da sind, gibt es kaum Schlaf“, sagt Jost. Die Kleinen müssten alle zwei Stunden gefüttert werden. „Im Winter ist es ruhiger“, sagt sie lachend. Doch trotz des wenigen Schlafes denkt sie gar nicht daran aufzuhören. Die Erfolge treiben sie immer weiter an. „Wenn ein Tier, bei dem die Prognose schlecht war, es dann doch schafft – das sind die Momente, die jeden Einsatz wert sind.“

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Birgit Jost verbringt ihre Freizeit am liebsten damit, den unterschiedlichsten Tieren zu helfen. Hier ist sie mit ihrer blinden Katze "Honey" zu sehen.

Es braucht immer auch Wissen

Besonders schön sei es, wenn Tiere nach langer Zeit trotz Alter oder Handicap noch eine Familie finden. „Wir vermitteln nicht viele Tiere, aber mit jenen Menschen, die ein Tier von uns übernommen haben, bleiben wir oft in Kontakt.“ Bei Wildtieren falle der Abschied schwerer: „Wir freuen uns, wenn sie wieder hinaus können. Aber dann können wir sie nicht mehr beschützen.“

Finanziert wird der Verein über Spenden und selbst veranstaltete Events. Helfende Hände werden laufend gesucht. „Wir freuen uns immer über eine neue Kollegin oder einen neuen Kollegen“, sagt Jost. Um mitzumachen, benötigt man keine spezielle Ausbildung. Jost selbst absolvierte eine Ausbildung zur Tierarztassistentin und Weiterbildungen rund um Tierhaltung. Gerade bei Wildtieren sei aber viel Wissen gefragt: „Man muss wissen, was man tut.“ Mit Workshops und Informationsabenden möchte die Tierhilfe Wissen weitergeben und zeigen, wie jeder helfen kann.

Der Artikel ist Teil einer Serie, in der wir Menschen vorstellen, die sich mit ihrem ehrenamtlichen Engagement für andere einsetzen.

Verein Tierhilfe Dürrwien: Home | Tierhilfe Dürrwien

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