Joachim Schnabels Stadtluftbier gewann Titel vor dem Schwechater Lager

© s'Edla Bier /Daniel Schalhas

Chronik Niederösterreich
11/12/2021

Wie die Bierbrauer Staatsmeistertitel zapfen

Prestigeerfolg für Amstettner Stadtluftbier mit Sieg vor der "Mutterbrauerei" des Wiener Lagerbiers. Gaminger Kartäuserbräu punktet auch international.

von Wolfgang Atzenhofer

Im Glas malzbetont und dezent hopfig, mit feiner Duftnote nach frischem Heu und goldbrauner Farbe hat sich das Amstettner Stadtluftbier in der Region einen Namen gemacht. Mit dem Staatsmeistertitel in der Sorte „Wiener Lager“ hat Brauereichef Joachim Schnabel in der innovativen Brauerszene nun aber noch einen mehr als aufschäumenden Prestigeerfolg ins Mostviertel geholt.

Das feine Stadtluftbier gewann den Bewerb mit 17 Einreichungen in dieser Sparte vor niemand Geringerem als der Schwechater Brauerei. Jener bierigen Kultstätte. in der einst Anton Dreher die Bierkultur mit dem Wiener Lagerbier revolutionierte. „Natürlich freut mich der Erfolg mit diesem kleinen historischen Aromatupfen besonders“, sagt Schnabel.

Vor sieben Jahren ließ er erstmals hobbymäßig einen kleinen Braukessel dampfen. Zufrieden mit dem Ergebnis nannte er seine Brauerei in Anlehnung an den benachbarten Amstettner Edla-Park „s’Edla Craft Beer“. Hauptberuflich als Pfleger beschäftigt, intensivierte der Biersommelier 2017 dann nebenberuflich seine Braumeisterqualitäten und gründete eine gewerbliche Brauerei. 50.000 Liter füllt er pro Jahr in Flaschen und kleine Fässer ab. Größere Mengen braut er gegen Miete in einer leistungsfähigeren Brauerei auswärts. Eine seiner vier Sorten, eben das Lager, nahm das Stadtmarketing Amstetten als prickelnden Repräsentanten in die Stadtluft-Serie auf.

Prälatenbier

Die im Heineken-Konzern werkenden Schwechater Braumeister holten sich mit ihrem Zwickl-Bier trotzdem einen Staatstitel. Den dritten nö. Sieg in der „Austrian Beer Challenge“ der Brauereien brachte das Gaminger Kartausenbräu wieder ins Mostviertel. Dort haben die beiden ausgebildeten Braumeister Harald Tiefenbacher und Sebastian Dorrer mit dem „Kartausen Dunkel“ ein Edelgetränk aus den Sudkesseln geholt.

80.000 Liter werden in der modernen Kleinbrauerei jährlich produziert. Momentan habe man acht Sorten auf Lager, schildert Tiefenbacher, der auf regionale Produkte setzt. Die Brauerei erntet am eigenen Acker vier Getreidesorten. Das siegreiche Dunkle, auch Prälatenbier genannt, hat einen kräftigen, dennoch schlanken und leicht süßlichem Röstmalzcharakter. Im Vorjahr errang das Meistergebräu aus dem Ötscherland beim „European Beer Star“ mit 4.000 Bieren aus aller Welt einen zweiten Rang. Erst am Mittwoch erhielten die Gaminger die Nachricht, dass ihnen heuer der tolle dritte Platz zuerkannt wurde.

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