© Conny de Beauclair

Chronik Niederösterreich
07/23/2021

Weltenbummler kehrt mit Weinwerkstatt zurück zu seinen Wurzeln

Vollblutgastronom Jürgen Steinbrecher eröffnete in Ternitz seine eigene Vinothek – mit prominenter Unterstützung.

von Caroline Ferstl

Jürgen Steinbrecher hat vermutlich schon alles gesehen, was man auf dieser Erde erleben kann: An Bord eines Kreuzfahrtschiffes reiste er als Kellner um die Welt, überlebte einen Tsunami in Thailand und traf prominente Persönlichkeiten. Sein Zuhause war jedoch immer Niederösterreich: „Ich bin halt einer von da.“ Seit einigen Jahren lebt er mit seiner Frau Nina Kapun in Ternitz (Bezirk Neunkirchen) – und hat hier nun seine eigene Vinothek eröffnet.

Steinbrecher stammt ursprünglich aus Scheiblingkirchen. Im Forellenhof in Puchberg absolvierte er eine Koch-Ausbildung, bevor er nach Amerika ging und am allerersten „Traumschiff“ als Kellner anheuerte. Dort entdeckte er seine Leidenschaft für Wein. Zurück kam er 1986 als einer der ersten Weinsommeliers Österreich.

Prominente Gäste

Seit einigen Jahren sind Steinbrecher und Kapun für die Gastronomie in der Stadthalle und im Kulturhaus in Ternitz verantwortlich. Die „Weinwerkstatt“ war nur eine Frage der Zeit.

Die erhältlichen Weine sind, genauso wie Steinbrecher, bereits um die ganze Welt gereist: Sie stammen aus Frankreich, Spanien, Italien, Deutschland und Kalifornien. Doch auch die eigene Weinserie findet sich im Regal, berichtet Steinbrecher stolz – und wartet darauf, geköpft zu werden.

Seit 20 Jahren führt er mit seiner Frau die Cateringfirma Casa Del Vino und kochte für den Musikantenstadl, die Starnacht in der Wachau, die Österreichische Radrundfahrt oder das Oktoberfest in Monte Carlo. Dort zählt auch das monegassische Fürstenpaar zu seinen Gästen – „eigentlich nur Fürst Albert. Denn er und seine Frau Charlène treten so gut wie nie zusammen auf“, verrät der Gastronom augenzwinkernd.

Auch einen seiner engsten Freunde traf Steinbrecher bei der Arbeit: Sterne-Koch Johann Lafer. „Wir haben uns beim Musikantenstadl in Graz kennengelernt, bei einem Glas Rotwein, weit nach Mitternacht. Mittlerweile gehen wir regelmäßig gemeinsam fasten – daran erkennt man wahre Freunde“, erklärt der 60-Jährige. Und wie es sich für Freunde gehört, unterstützt Lafer auch tatkräftig bei der Eröffnung der Vinothek.

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