Neue Wasserleitung soll Wein- und Industrieviertel verbinden

Eine neue Transportleitung, Revitalisierungsmaßnahmen und mehr - im Osten des Landes werden Projekte zum Wasser-Schutz umgesetzt.
Oil, Gas Or Water Transportation With Pipe Line Valves On Grass.

Im Raum Petronell (Bezirk Bruck an der Leitha) sollen zukünftig ökologische Projekte zum Schutz des Wassers eingeleitet werden. Der Nationalpark Donau-Auen kooperiert dafür mit der viadonau und der EVN. Gemeinsam haben sie es sich zur Aufgabe gemacht, die verlässliche Versorgung der Bevölkerung mit hochwertigem Trinkwasser zu gewährleisten und gleichzeitig die Biodiversität der Petroneller Au durch Revitalisierung zu stärken.

Der erste Meilenstein im Wasser-Schutz-Projekt war die Naturfilteranlage Petronell-Carnuntum, die bereits 2021 in Betrieb genommen wurde. 2028 soll nun eine neue Wasserleitung, die das Wein- mit dem Industrieviertel verbindet, folgen.

Ohne Wasser kein Leben

„Wasser ist Leben – Deshalb wollen wir es schützen, nützen und für die beste Zukunft sichern. Mit der Revitalisierung der Petroneller Au geben wir der Donau wieder mehr Platz und sichern gleichzeitig Grundwasserreserven, mit der Naturfilteranlage erhöhen wir langfristig die Trinkwasserqualität und mit der neuen Transportleitung stärken wir die Versorgungssicherheit“, sagt LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP).

Damit leiste das Projekt, laut Pernkopf, einen wichtigen Beitrag zum Natur- und Hochwasserschutz und schütze auch die sensiblen Grundwasserressourcen. Nach Angaben der EVN sollen die Behördenverfahren voraussichtlich 2027 abgeschlossen und notwendige Bewilligungen erlangt werden, sodass 2028 mit den Bauvorhaben gestartet werden könne.

Drei Männer im Anzug halten Wassergläser und Karaffe vor technischer Anlage.

Bei einem Pressetermin zum Thema Wasser-Schutz im Osten Niederösterreichs: v.l. EVN Vorstandsdirektor Stefan Stallinger, Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Geschäftsführer EVN Wasser Franz Dinhobl.

Geht es um die Sorge nach ausreichend Trinkwasser, meckern Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher auf hohem Niveau. Denn Trinkwasser habe man in Niederösterreich genug, auch wenn der Verbrauch sich in nächster Zeit erhöhen werde, so Pernkopf. 

„Wir werden trotzdem in 30 Jahren noch immer das Doppelte von dem haben, was dem Verbrauch entspricht. Aber nicht in jeder Region und in jeder Gemeinde in der entsprechenden Trinkwasserqualität“, erklärt der Landeshauptfrau-Stellvertreter. „Und deshalb investieren wir in überregionale Anlagen, die die Versorgung über weite Strecken sicherstellen und gleichzeitig für die nötige Qualität sorgen.“

15 Millionen für Wasserleitung

Die Inbetriebnahme der Verbindungsleitung zwischen Industrieviertel und Marchfeld ist für das Geschäftsjahr 2029/30 geplant. Sie soll Wassertransportleitungen nördlich und südlich der Donau im Osten Wiens vernetzen und somit die Wasserversorgung im Industrie- und Weinviertel für längere Zeit absichern. Das Investitionsvolumen für die rund 24 Kilometer lange Leitung beträgt knapp 15 Millionen Euro.

EVN-Vorstandsdirektor Stefan Stallinger erklärt dazu: „Die Vernetzung unserer Wasserversorgungsanlagen ist ein entscheidender Schritt, um Niederösterreich noch widerstandsfähiger gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels zu machen. Petronell wird damit zu einem zentralen Knotenpunkt einer modernen, sicheren Trinkwasserversorgung.“

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