Vöslauer: Neue Anlage macht Konservierungsstoffe überflüssig
Von links: Wolfgang Ecker, Präsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich, Christiane Wenkheim, Aufsichtsratsvorsitzende der Ottakringer Getränke AG, Herbert Schlossnikl, Geschäftsführer der Vöslauer Mineralwasser GmbH, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Gernot Pichler, Produktionsleiter der Vöslauer Mineralwasser GmbH, Patrick Slacik, Arbeiterkammer NÖ, und Markus Raunig, Vorstand der Ottakringer Getränke AG.
Die Voraussetzungen für "eine neue Generation natürlicher Getränke" will die Vöslauer GmbH mit einer neuen Aseptik-Anlage schaffen. Rund 15 Millionen Euro investierte der Mineralwasser-Abfüller in die Produktionslinie, weitere vier Millionen Euro in die dafür notwendige Infrastruktur.
Es sei die größte Einzelinvestition in der Geschichte des Unternehmens, sagt Herbert Schlossnikl, Geschäftsführer der Vöslauer Mineralwasser GmbH. Die seit Mai 2026 in Betrieb befindliche Anlage ermögliche die keimfreie Abfüllung von Getränken ohne Konservierungsstoffe und schaffe die technologische Grundlage für neue Produktkategorien.
Insbesondere Getränke ohne Kohlensäure, ohne Zucker und ohne künstliche Zusätze können künftig unter höchsten Qualitäts- und Sicherheitsstandards produziert werden. „Die Investition stärkt unsere Innovationskraft, unseren Standort und unsere langfristige Wettbewerbsfähigkeit“, so Schlossnikl. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) ist begeistert: „Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten braucht es Unternehmen, die den Mut haben, in Innovation zu investieren. Die neue Aseptik-Anlage von Vöslauer ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Zukunftstechnologien, Nachhaltigkeit und regionale Wertschöpfung zusammenwirken. Diese Investition stärkt den Standort Bad Vöslau, schafft Perspektiven für die Zukunft und unterstreicht die Innovationskraft unseres Bundeslandes.“
Neue Getränke
Die Anlage eröffne den Einstieg in neue Getränkekategorien, betont Schlossnikl. Aseptische Abfüllung bedeutet, dass Produkt und Verpackung getrennt voneinander sterilisiert und anschließend unter streng kontrollierten hygienischen Bedingungen zusammengeführt werden. Besonders relevant ist diese Technologie für Produkte ohne Kohlensäure. Während Kohlensäure natürlich konservierend wirkt, sind bei stillen Getränken andere Verfahren notwendig, um Produktsicherheit und Qualität langfristig zu gewährleisten.
Da Konsumenten immer stärker auf Natürlichkeit und weniger Zucker achten, beschäftige man sich bei Vöslauer seit Jahren mit entsprechenden Entwicklungen, berichtet der Unternehmenschef. Man sei Marktführer im österreichischen "Near-Water"-Segment und halte im Bereich der Null-Kalorien-Getränke rund 50 Prozent Marktanteil. Nun seien neue zuckerfreie Produkte für Kinder zwischen drei und neun Jahren möglich.
Wachstumsperspektiven für Deutschland
Zusätzliche Potenziale eröffne die neue Anlage außerdem im wichtigsten Exportmarkt Deutschland. Rund die Hälfte des Umsatzes erzielt das Unternehmen dort bereits mit Wasser mit Geschmack. Dieses Angebot werde nun um weitere Produkte ohne Kohlensäure erweitert, sagt Marketingleiterin Yvonne Haider-Lenz.
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