Kontrollschwerpunkt auf der A1: Über 83.000 Anzeigen im Vorjahr
Nach Überprüfungen auf den Verkehrskontrollplätze in NÖ wurden im Vorjahr über 83.000 Anzeigen erstattet.
Um desolate und gefährliche Schwerfahrzeuge auf der Westautobahn aus dem Verkehr zu ziehen, werden auf den beiden Verkehrskontrollpunkten im Bezirk Amstetten laufend Kontrollen durchgeführt. Bei einer Schwerpunktaktion am Kontrollplatz Wolfsbach am Montag wurden rund 100 zum Teil auch schwere Gesetzesverletzungen geahndet.
Die Liste der von den Polizeibeamten der NÖ Verkehrsabteilung und Beamten des Landesprüfzugs registrierten Verfehlungen ist jedenfalls vielfältig: 80 Anzeigen, zwölf Organmandate, elf Untersagungen der Weiterfahrt, zehn Einhebungen von Sicherheitsleistungen, sechs Kennzeichenabnahmen sowie zwei illegal aufhältige Fremde mit Ausreiseverpflichtung sind die Bilanz dieses Schwerpunktes am Kontrollterminal in Fahrtrichtung Wien.
Innenminister Karner nahm in Wolfsbach einen Lokalaugenschein vor.
Bei der Aktion informierte sich auch Innenminister Gerhard Karner im Rahmen eines Lokalaugenscheins.
Neue Software
Seit der Einführung einer neuen Kontrollsoftware im Jahr 2024 ist die Zahl der festgestellten Übertretungen deutlich gestiegen. Im Jahr 2025 wurden bei 15.935 Kontrollen insgesamt 83.560 Anzeigen in NÖ erstattet. Rund die Hälfte der Anzeigen betreffen Übertretungen der Lenk- und Ruhezeiten, so die Polizei.
Die neue Software ermöglicht durch erweiterte technische Möglichkeiten eine gezieltere Vorselektion und feinere Detektion von Übertretungen. Dadurch dauern einzelne Kontrollen zwar länger, sind aber deutlich treffsicherer.
Aktuell sind diese Effizienzsteigerungen besonders relevant, denn am 1. Juli wurden EU-weit die Ruhezeit- und Fahrtenschreiberbestimmungen für leichtere Fahrzeuge im Rahmen des Schwerverkehrs ausgeweitet. Intelligente Fahrtenschreiber der zweiten Generation (G2V2) sind nun für alle gewerblich genutzten Fahrzeuge und Fahrzeugkombinationen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 2,5 bis 3,5 Tonnen im internationalen Verkehr verpflichtend.
Fremdenpolizeiliche Planquadrate
Die Verkehrskontrollplätze in NÖ werden auch für „fremdenpolizeiliche Planquadrate“ genutzt. Damit soll der internationalen Schleppermafia der Kampf angesagt werden. Dabei wird auch zur Staatsgrenze im Osten geblickt. Die Zahl der Aufgriffe an der einst stark belasteten burgenländisch-ungarischen Grenze ist in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken. In der letzten Woche kam es im Burgenland lediglich zu sechs Aufgriffen nach einem illegalen Grenzübertritt.
Dieser Trend spiegelt sich auch in NÖ. Seit Jahresbeginn gab es keine Schlepperfestnahmen im Bereich der Westautobahn.
Zwei illegal aufhältige Fremde
Bei der fremdenpolizeilichen Schwerpunktaktion am Montag kam es laut Polizei unter anderem zu 21 Fahrzeug-Durchsuchungen, 53 Identitätsfeststellungen sowie 124 Fahndungsanfragen für Kfz und Personen. Dabei wurden auch zwei illegal aufhältige Fremde mit Ausreiseverpflichtung aufgegriffen.
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