Chronik | Niederösterreich
28.07.2017

US-Militärhubschrauber musste in NÖ notlanden

Der Helikopter soll bei Krems Baumwipfel gestreift haben. Verletzt wurde bei der Notlandung niemand.

Der Pilot eines US-Militärhubschraubers musste Donnerstagnachmittag in der Nähe von Krems eine Notlandung einleiten, die zum Glück glimpflich endete. Rotorblätter dürften kurz davor mehrere Baumwipfel gestreift haben. Niemand der insgesamt sieben Hubschrauber-Insassen wurde verletzt.

Der amerikanische Black Hawk-Hubschrauber war am Rückweg von der NATO Übung "Saber Guardian 2017" in Ungarn. "Zu diesem Zweck wurden vor der Übung 5500 amerikanischen Boden- und Luftfahrzeuge vom Westen nach Osteuropa verlegt, zum Teil auch durch Österreich. Diese sind nun wieder am Rückweg", erklärt Oberst Michael Bauer vom Verteidigungsministerium.

Zu niedrig geflogen

Ein amerikanischer Black Hawk Hubschrauber war am Donnerstag kurz nach Mittag mit einer Flotte am Weg von Ungarn in Richtung Deutschland, als er laut Bauer in der Nähe von Bergern, Bezirk Krems, zu niedrig geflogen sein dürfte. "Er streifte Baumwipfeln und musste eine kontrollierte Notlandung auf einem abgemähten Feld machen", schildert Bauer.

Die sieben Insassen des Hubschraubers blieben unverletzt. Beim Black Hawk kam es zu einem Bruch der Cockpitscheibe links vorne und einer Beschädigung des Heckruders, bei dem ein Teil brach. Die Militärpolizei bewacht seither das Luftfahrzeug auf dem Feld, die sieben Insassen wurden in der Kaserne Mautern untergebracht.

Am Freitag wird entschieden, ob sich der Black Hawk an Ort und Stelle reparieren lässt. Das Heer habe den Amerikanern ihre Hilfe bei etwaigen Instandsetzungsarbeiten angeboten. Der Hubschrauberpilot soll dem Vernehmen nach eine Überflugserlaubnis besitzen, heißt es.

Von dem Zwischenfall verständigt wurden neben der Polizei die Bezirkshauptmannschaft Krems, die ein Platzverbot verhängte, und Austro Control. Der Luftfahrtbehörde zufolge hätten drei Maschinen dieses Typs von Ungarn nach Linz eine Überflugberechtigung gehabt, wobei eine Maschine gegen 12.40 Uhr ein Problem gemeldet und eine ungeplante Zwischenlandung unternommen habe.

Laut demORF NÖmachte sich am späten Donnerstagabend auch der amerikanische Militär-Attache ein Bild von der Lage. Über Nacht wurde die Maschine von einer österreichischen Militärstreife bewacht, während im Black Hawk ein US-Soldat die Stellung gehalten habe.