Noch ein Schluck vom Rotgipfler aus der Thermenregion, bevor Karl Alphart sich von den Variationen aus Bernhard Grubers Küche verwöhnen lässt.

© KURIER/Patrick Wammerl

Treffpunkt Niederösterreich
07/13/2015

Top-Winzer trifft auf Top-Küche

Karl Alphart ist einer der besten Winzer des Landes. Sein kulinarisches Herz hat er in Wr. Neustadt verloren.

von Patrick Wammerl

Der kleine Innenhof erinnert an ein beschauliches Hinterhof-Restaurant in Venedig. "Es fehlt nur noch die Wäscheleine über den Köpfen", scherzt Karl Alphart. Schon von Berufswegen zählen genüsslich Trinken und Essen zu den Lieblingsbeschäftigungen des Top-Winzers aus der Thermenregion.

Besonders gerne macht er dies im "Altes Backhaus" in Wiener Neustadt. Das 2011 eröffnete Lokal hat es dem Weinfachmann aus Traiskirchen angetan. Und das nicht nur weil eine Selektion seiner besten Tropfen auf der Weinkarte zu finden ist. "Ganz ehrlich? Ich kannte das Lokal schon vorher und es ist toll, wie Bernhard Gruber und sein Team das Ambiente durch feine Hand gewandelt haben", streut Alphart dem Restaurant-Chef Rosen.

Erste Haube

Bernhard Grubers Kochkünste haben dem Backhaus heuer die erste Gault-Millau-Haube und 90 Falstaff-Punkte eingebracht. "Unsere Idee war ursprünglich sich als besseres Wirtshaus zu etablieren. Nach und nach sind wir aber mit unseren Gästen gewachsen", freut sich Gruber über die Auszeichnungen. Was Karl Alphart besonders schätzt ist Grubers Kreativität am Herd. "Ich komme immer dann wenn wenig los ist, also nicht zur Stoßzeit. Dann lasse ich mir zeigen, was er gerade für neue Ideen hat", sagt der Winzer. Und davon gibt es reichlich: Die Melonenkaltschale mit Honig-Chilligarnele oder der Rosa Rücken vom Tauernlamm. Alphart läuft schon beim Lesen das Wasser im Mund zusammen.
Da Gruber seiner Küche auch immer wieder gerne eine asiatische Note verleiht, fällt das Gesprächsthema automatisch auf das Aushängeschild aus dem Hause Alphart – den Rotgipfler. "Der Rotgipfler ist ein Wein, der perfekt zu der asiatischen Küche passt", erklärt der Winzer. 2013 hat er ihm die größte Auszeichnung eingebracht, die man in Österreich für Wein erhalten kann. Nämlich den Titel "Falstaff-Winzer des Jahres".
Alphart kann mit seinem Weingut auf eine lange Geschichte zurückblicken. 1762 betrieb die Familie erstmals Weinbau in Traiskirchen. 1986 machte Karl Alphart aus der gemischten Landwirtschaft einen reinen Weinbaubetrieb mit heute gut 30 Hektar und einem eigenen Heurigen. Außerdem bewirtschaftet er zusammen mit seinen Winzer-Kollegen Leo Aumann und Erich Polz das Freigut Thallern in Gumpoldskirchen.

Angesichts seines vollen Kalenders und der Arbeit im Weingarten versucht Alphart regelmäßig auch bei einem guten Essen "abzuschalten". Zuletzt gelang ihm das bei Bernhard Grubers jüngster Erfindung – dem "Neuen Backhaus". Jeden zweiten Mittwochabend kredenzt der Wirt ein fünfgängiges Menü samt Weinbegleitung und das für 45 Euro. "Das alles in lockerer Atmosphäre, ganz entsprechend dem neuen Trend zum Casual Fine Dining", sagt Gruber.

Küche mit Haube

Schmackhaft

Bernhard Gruber hat sein Handwerk in den besten Häusern Österreichs gelernt. Seit 2011 betreibt er das „Alte Backhaus“. Geöffnet ist das Lokal von Di. bis Sa. von 11.30 bis 14 Uhr und 17.30 bis 22.30 Uhr

Weingut

Karl Alpharts Weinbaugebiet erstreckt sich von Perchtoldsdorf bis Bad Vöslau. Neben den Burgundersorten sind es vor allem der Rotgipfler und Zierfandler, die die Region prägen.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.