Tierheim in NÖ schlägt Alarm: Kleine Pfoten brauchen große Hilfe
Viele Kätzchen sind erschöpft oder sehr krank.
Der Sommer bringt nicht nur Urlaub und Badewetter – für das Tierheim St. Pölten bedeutet er vor allem eines: Hochsaison für Katzenbabys.
„Derzeit werden beinahe täglich neue Kitten abgegeben oder gefunden“, heißt es seitens der Betreuer. Viele der kleinen Tiere sind erst wenige Wochen alt, krank oder sogar verletzt und benötigen intensive Pflege. Das Tierheim schlägt deshalb Alarm und bittet um Unterstützung.
Die winzigen Katzen passen oft noch in eine Hand und sollten eigentlich noch bei ihrer Mutter sein. Stattdessen landen sie im Tierheim. Die Gründe dafür sind unterschiedlich: Manche Tiere werden mutterlos gefunden, andere stammen aus unkontrollierter Vermehrung oder wurden einfach ausgesetzt. Nicht selten kommen die Kitten in schlechtem gesundheitlichem Zustand an – unterernährt, mit Parasiten oder Verletzungen. Für die Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer beginnt damit jedes Jahr eine besonders arbeitsintensive Zeit.
Enorme Kosten
Vor allem die jüngsten Katzenbabys brauchen rund um die Uhr Betreuung. Fehlt die Mutterkatze, müssen sie regelmäßig mit spezieller Aufzuchtmilch gefüttert werden. Hinzu kommen Wärmezufuhr, Gewichtskontrollen, Medikamentengaben und intensive Pflege.
Neben dem hohen Zeitaufwand belastet die Kittenflut auch das Budget des Tierschutzvereins St. Pölten. Tierärztliche Behandlungen, Medikamente, Spezialfutter und Aufzuchtmilch verursachen hohe Kosten.
„Es fehlt an allen Ecken und Enden“, sagt Obmann Thomas Kainz. „Jedes freie Eck in unserem Heim ist belegt. Neben Geldspenden für die explodierenden Tierarztkosten benötigen wir derzeit vor allem Kittenfutter, Spezialfutter und Aufzuchtmilch. Jede Unterstützung hilft, dass aus einem geschwächten oder mutterlosen Katzenbaby wieder eine gesunde Katze wird, die später ein liebevolles Zuhause findet.“
Doch nicht nur die Kleinsten suchen derzeit ein neues Zuhause. Auch zahlreiche erwachsene Katzen warten im Tierheim auf neue Besitzer. „Wir haben Katzenpaare, Einzelkatzen, alte und junge Tiere. Sie sind sehr verschmust und menschenbezogen – da ist für nahezu jeden die passende Katze dabei“, sagt Tierheimleiterin Victoria Bischof.
Mit jeder erfolgreichen Vermittlung entstehe laut Bischof wieder Platz für neue Notfälle. Das Tierheim hofft daher nicht nur auf Spenden, sondern auch auf Menschen, die einem der Tiere ein dauerhaftes Zuhause schenken möchten.
Kommentare