Tierheim ruft um Hilfe: Schwer verletzte Katzen nach Unfällen
"Nacho" erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma.
Mit den ersten warmen Tagen zieht es viele Katzen wieder nach draußen. Nach einem langen Winter in der warmen Wohnung beginnt für sie die Zeit der Streifzüge – doch leider häufen sich damit auch die tragischen Zwischenfälle im Straßenverkehr.
Innerhalb von nur drei Tagen musste der Tierschutzverein St. Pölten drei schwer verletzte Jungkater aufnehmen.
"Tiger" musste operiert werden
Am 23. Februar wurde Kater "Tiger" reglos auf einer Straße gefunden. Nach einem Autounfall waren beide Oberschenkel gebrochen.
Wie schwer seine Verletzungen tatsächlich waren, zeigte sich erst während einer aufwendigen Operation in der Tierklinik St. Pölten: Der Bruch war bereits mindestens zehn Tage alt.
Kater "Tiger" hatte zwei gebrochene Oberschenkel
Die mehrstündige Operation verlangte dem chirurgischen Team alles ab. "Es zerreißt einem das Herz, wenn man sich vorstellt, welche Schmerzen Tiger so lange ertragen musste", schildert Tierheimleiterin Victoria Bischof betroffen. Inzwischen ist er stabil, doch die Heilung wird noch viel Zeit brauchen.
Kater "Leo": Ein Kampf zurück ins Leben
Ebenfalls am 23. Februar wurde Kater "Leo" nach einer Kollision mit einem Auto eingeliefert. Seine Hüfte ist schwerst verletzt, die Hinterläufe sind gelähmt. Eine Operation ist nicht möglich. In der Tierarztpraxis Pottenbrunn wird seither alles versucht, um ihm zumindest ein Stück Beweglichkeit zurückzugeben.
Erste kleine Fortschritte geben Hoffnung – dennoch werde Leo wohl nie wieder ein völlig normales Katzenleben führen können, heißt es.
Kritischer Zustand
In der Nacht auf den 24. Februar wurde der nächste Notfall gebracht: Jungkater "Nacho" wurde von einem Auto erfasst. Er leidet an einem schweren Schädel-Hirn-Trauma und Lungenblutungen. Sein Zustand ist kritisch, die Prognose ist schlecht. Das Tierärzteteam kämpft unermüdlich um sein Überleben.
Hohe Kosten – keine Besitzer in Sicht
Die medizinische Erstversorgung der drei Kater habe laut dem Tierheim bereits mehrere tausend Euro gekostet. Weitere Operationen, Nachbehandlungen, Physiotherapie und Medikamente werden die Summe deutlich erhöhen. Besonders traurig: Für keinen der drei Fundkater hat sich bislang ein Besitzer gemeldet.
Der Tierschutzverein bittet daher dringend um Unterstützung, um die Versorgung der Tiere weiterhin sicherstellen zu können. Spenden sind unter dem Kennwort "BRUCHKATZE" möglich:
IBAN: AT20 2025 6000 0061 6193
(Überweisung oder PayPal)
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