Lokal in Ternitz abgefackelt: Gefängnisstrafe 9 Jahre nach Feuer
Die Feuersbrunst zerstörte das „K.u.K.-Platzl“ in Ternitz.
Neun Jahre nach einem verheerenden Feuer in einem Ternitzer Lokal ist dem Brandstifter eine verräterische DNA-Spur zum Verhängnis geworden.
Es war ein Einbruch 2024 beim Stahlriesen Schoeller-Bleckmann, der die Ermittler Jahre später auf die Spur des 33-jährigen Zündlers brachte.
Alkohol und Drogen als Problem
Am Dienstag war am Landesgericht Wiener Neustadt mehr über das „patscherte Leben“ des Ternitzers zu erfahren. Früh schon kam der gelernte Elektrobetriebstechniker mit Alkohol und Drogen in Kontakt. „Ich war alleine, hatte kein Geld und musste irgendwie an Drogen kommen“, erklärte er die Gründe für den Einbruch im Sommer 2017 in das „K.u.K.-Platzl“.
Gegen zwei Uhr nachts bemerkten Passanten, wie aus den Fenstern des Lokals dichter Rauch drang. Sie schlugen sofort Alarm. Die gesamte Einrichtung wurde durch die Flammen zerstört. „Es war Glück, dass nicht das ganze Gebäude niederbrannte“, so die Richterin zum Angeklagten.
Mit Vodka betrunken
Der 33-Jährige legte, den Tränen nahe, ein reuiges Geständnis ab. Es tue ihm furchtbar leid. Er hatte sich im Lokal mit Vodka betrunken, im Tresor habe gähnende Leere geherrscht. Deshalb habe er – vermutlich frustriert – Feuer gelegt.
„Ich wollte niemanden gefährden“, beteuerte der Angeklagte. Der Brand sollte dazu dienen, seine Spuren zu verwischen. Die Polizei hatte aber DNA-Spuren sichern können. Nach dem Einbruch bei Schoeller-Bleckmann gab es eine Übereinstimmung in der Datenbank.
Der 33-Jährige hatte sich nicht im Guten von der Firma getrennt. Deshalb knackte er bei dem Coup einen Schlüsseltresor und fuhr mit einem Firmenwagen spazieren.
Das rechtskräftige Urteil: 2 Jahre Haft, acht Monate davon unbedingt.
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