Strasshof: Sieben Feuerwehren bekämpfen Dachstuhlbrand
Sieben Feuerwehren rückten zu einem Dachstuhlbrand nach Strasshof aus.
Zu einem Dachstuhlbrand in der Gartenstraße in Strasshof an der Nordbahn (Bezirk Gänserndorf) wurden die Feuerwehren Strasshof, Gänserndorf und Deutsch-Wagram am Mittwochvormittag gerufen.
Aus bislang ungeklärter Ursache war es im Dachbereich eines Wohngebäudes zu einem Brand gekommen. Bereits während der Anfahrt war eine massive Rauchentwicklung weithin sichtbar, die auf ein bereits weit fortgeschrittenes Brandgeschehen schließen ließ, schildert die Feuerwehr in ihrem Bericht.
Dichter Rauch, Flammen unter Dachkonstruktion
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte drang dichter Rauch aus dem Dachbereich, während sich die Flammen unter der Dachkonstruktion in der dort verbauten Photovoltaikanlage ausbreiteten. Da angenommen wurde, dass noch Personen im Gebäude sind, führte ein Atemschutztrupp eine erste Erkundung des Wohnhauses durch. Glücklicherweise verlief diese Erkundung negativ.
Der Einsatzleiter ließ die Feuerwehren Weikendorf, Schönkirchen-Reyersdorf, Markgrafneusiedl und Matzen nachalarmieren.
Die ersten Löschmaßnahmen wurden sofort unter umluftunabhängigem Atemschutz eingeleitet. Der Löschangriff erfolgte gleichzeitig über die Drehleiter der Feuerwehr Strasshof sowie die Teleskopmastbühne der Feuerwehr Deutsch-Wagram.
Brandherde gezielt bekämpft
Parallel dazu gingen Atemschutztrupps sowohl im Innen- als auch im Außenangriff vor, um den Brandherd gezielt zu bekämpfen und eine weitere Ausbreitung auf den gesamten Dachstuhl beziehungsweise auf weitere Gebäudeteile zu verhindern. Zeitgleich wurde eine umfassende Wasserversorgung aufgebaut, um eine kontinuierliche Löschwasserversorgung während des gesamten Einsatzes sicherzustellen.
Da sich das Feuer bereits in der Dachkonstruktion ausgebreitet hatte, musste die Dachhaut kontrolliert geöffnet werden. Durch diese gezielten Öffnungsarbeiten erhielten die Einsatzkräfte direkten Zugang zu den verborgenen Brandstellen im Dachstuhl. Glutnester und versteckte Flammen wurden dadurch rasch lokalisiert und abgelöscht.
Ausbreitung des Brandes verhindert
Diese Maßnahmen waren von entscheidender Bedeutung, um eine unkontrollierte Brandausbreitung innerhalb der Dachkonstruktion zu verhindern und ein späteres Wiederaufflammen des Feuers auszuschließen.
Von den Mitarbeitern der Stadtgemeinde Strasshof wurde die Oberleitung einer Straßenbeleuchtung außer Betrieb genommen, um die Sicherheit der Einsatzkräfte zu gewährleisten. Die Photovoltaikanlage wurde ebenfalls außer Betrieb genommen.
Stromversorgung getrennt
Zur Gewährleistung der elektrischen Sicherheit trennte die EVN die Stromversorgung vom öffentlichen Versorgungsnetz. Die Anlage verbleibt bis zur Durchführung einer fachgerechten Überprüfung sowie der Behebung allfälliger Schäden außer Betrieb.
Dank des koordinierten Zusammenwirkens aller eingesetzten Kräfte wurde der Brand unter Kontrolle gebracht, eine Ausbreitung auf weitere Gebäudeteile wurde verhindert.
Im Anschluss an die Löscharbeiten wurden umfangreiche Nachlöscharbeiten durchgeführt. Mittels Wärmebildkameras kontrollierten die Atemschutztrupps den gesamten Dachbereich sowie das Gebäudeinnere auf verbliebene Glutnester.
Sieben Feuerwehren waren im Einsatz
Die zuständige Behörde hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Verletzte gab es keine.
Insgesamt standen sieben Feuerwehren mit zehn Einsatzfahrzeugen und rund 50 Einsatzkräften, das Rote Kreuz, die Polizei Niederösterreich, die EVN und Stadtgemeinde Strasshof im Einsatz.
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