St. Veit/Gölsen: Betrunkener attackierte Sani, demolierte Auto

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Retter erlitt durch Faustschläge Kopfverletzungen, das Fahrzeug wurde schwer beschädigt. Anzeige.

Es ist eine Entwicklung, die Sorge bereitet: Immer öfter sind Einsatzkräfte Anfeindungen, Beleidigungen und Attacken ausgesetzt. Die Aggression jenen gegenüber, die eigentlich nur helfen oder das Gesetz hüten wollen, hat deutlich zugenommen.

Am Dienstag wurde ein Fall aus St. Veit an der Gölsen im Bezirk Lilienfeld bekannt. In der Nacht auf vergangenen Sonntag waren Retter gerufen worden, weil eine offensichtlich regungslose Person dringend Hilfe benötigte. Es stellte sich heraus, dass es sich um einen 21-jährigen amtsbekannten Mann handelte, der einen Vollrausch hatte. Die Sanitäter wollten ihn ins Krankenhaus bringen, während der Fahrt drehte er allerdings völlig durch. Wie von Sinnen prügelte er auf einen 21-jährigen Rettungssanitäter ein, dann trat der Alkoholisierte die Seitenscheibe aus der Schiebetür des Rettungsautos. Durch diese Öffnung kletterte der 21-Jährige und blieb in weiterer Folge abermals regungslos auf einem Kreisverkehr in Traisen liegen.

Danach übernahm die Polizei den Fall, bändigte den Randalierer und brachte ihn zur Untersuchung in das Landeskrankenhaus Lilienfeld.

Kopfverletzungen

Laut Landespolizeidirektion Niederösterreich erlitt der junge Sanitäter durch die Faustschläge Kopfverletzungen unbestimmten Grades. Am Rettungsfahrzeug entstand zudem erheblicher Sachschaden.

Der mutmaßliche Täter wurde bei der Staatsanwaltschaft St. Pölten angezeigt. Ihm droht nun ein Prozess wegen Körperverletzung.

Johannes Weichhart

( kurier.at ) Erstellt am 08.05.2018