Das vom Badener Architekten Stefan Bukovac geplante Gebäude fungiert als zentraler Ort für Kultur und Veranstaltungen in der Gemeinde. Nicht nur die Bücherei ist dort untergebracht, auch das Kindertheater Theo, das Büro des örtlichen Flüchtlingsnetzwerks, mehrere Vereine sowie die Sonderschule.
Kulturzentrum gesperrt: Perchtoldsdorf sucht Ausweichquartiere
Das Perchtoldsdorfer Kulturzentrum musste gesperrt werden.
Suche nach Ausweichquartieren
Man habe daher alle Nutzer informiert und sich auf die Suche nach geeigneten Ausweichquartieren begeben. So werden die 33 Kinder der Sonderschule vorübergehend im Pflege- und Förderzentrum untergebracht. Gemeinsam mit der Bildungsdirektion werde man so rasch wie möglich entscheiden, ob Räumlichkeiten in der Volksschule Roseggergasse und in der Mittelschule, die kurzfristig freigemacht werden könnten, in Frage kommen. Alternativ prüfe man eine Containerlösung.
Für „Theo - Theaterort für junges Publikum“ konnte eine vorübergehende Ausweichmöglichkeit in einer Nachbargemeinde gefunden werden.
Kindergarten vor Schließung
Ebenfalls geschlossen wird in Perchtoldsdorf der Kindergarten in der Hochstraße. Gemeinderätin Gabriele Wladyka (Bürgerliste) kritisiert dies: „Aufgrund von freien Kapazitäten soll der beliebte und für viele fußläufig erreichbare Kindergarten geschlossen werden. Dafür werden die Kinder dann in den Aspetten-Kindergarten gekarrt, wo kürzlich ein viergruppiger Zubau errichtet wurde." Es gehe "nur um rund 20 zusätzliche Kinder, die man problemlos hätte unterbringen können", meint Wladyka.
Dem widerspricht Bürgermeisterin Kö allerdings vehement. Im kürzlich erweiterten Kindergarten Aspetten seien "vier neue Gruppen nach den letzten ökologischen und pädagogischen Standards" entstanden. Dem gegenüber stehe der im 19. Jahrhundert errichtete Kindergarten Hochstraße, der stark sanierungsbedürftig und überdies in einem von der Pfarre Perchtoldsdorf angemieteten Gebäude untergebracht sei. Dieses sei nicht barrierefrei adaptierbar. "Da die Räumlichkeiten angemietet sind, sind die Ausgaben auch wirtschaftlich nicht vertretbar“, erklärt Kö: „Auf der anderen Seite haben wir in unseren übrigen fünf Standorten freie Kapazitäten. Nach sorgfältiger Prüfung ist es daher ausweglos, den Kindergarten am Standort Hochstraße 28 schrittweise zu reduzieren und das Objekt an den Vermieter rückzustellen“.
Man wolle dies "unter pädagogischer Begleitung mit Fokus auf das Kindeswohl" tun, betont die Bürgermeisterin: "So werden die meisten Kinder, die aktuell den fünfgruppigen Kindergarten Hochstraße besuchen, bis zu dessen Schließung in die Schule aufsteigen. Geschwisterkinder können bereits frühzeitig in einen der anderen fünf Kindergartenstandorte in Perchtoldsdorf wechseln, wenn die Eltern dies wünschen. Die Mitarbeitenden werden, sofern möglich und von diesen gewünscht, in einem der anderen Standorte weiterbeschäftigt werden."
Aus erst im September 2027
In Perchtoldsdorf mit insgesamt sechs Kindergärten werden derzeit 390 Kinder in 27 Gruppen betreut. Im Kindergartenjahr 2026/27 werden zwei Gruppen in der Hochstraße geschlossen und dafür eine neue Gruppe für Zweijährige am Standort Aspetten eröffnet. Bis September 2027 wird der Standort Hochstraße 28 aufgelassen.
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