Einsatzbesprechung der niederösterreichischen Feuerwehrleute in Slowenien: Sie brachten Stromgeneratoren mit und versorgen die kommenden Tage Haushalte und Krankenhaus mit Elektrizität

© Landesfeuerwehrkommando NÖ

Chronik | Niederösterreich
02/05/2014

Feuerwehren im eisigen Einsatz

Helfer aus Niederösterreich in Slowenien.

Kaum ein Baum in der Region um Postojna steht noch aufrecht. Strommasten sind einfach umgeknickt, Straßenschilder, Hydranten und Autos von einer zentimeterdicken Eisschicht umhüllt. Die Bäume sehen aus, als wären sie verglast. Und der Eisregen hielt Dienstagabend noch immer an.

50.000 Haushalte waren am Dienstag in Slowenien noch immer ohne Strom. Vor allem den Südwesten des Landes hat es schlimm getroffen. Sämtliche Stromleitungen wurden zerstört, das Bahnnetz ist zusammengebrochen. Viele Menschen sind dort bereits den vierten Tag ohne Strom.

Mittlerweile konnte zumindest ein Teil der Versorgung wiederhergestellt werden. Wie berichtet, waren Montagfrüh 120 Feuerwehrleute aus Niederösterreich für einen Hilfseinsatz nach Slowenien aufgebrochen. Sie brachten 26 Stromgeneratoren ins Land – mit einem davon kann seit gestern, Dienstag, das Krankenhaus in Postojna wieder mit Energie versorgt werden. Laut Feuerwehrsprecher Franz Resperger waren zu Beginn des Einsatzes 120.000 Haushalte ohne Strom – ein Viertel davon beziehe mittlerweile Strom über Generatoren aus NÖ. Trotzdem sei die Lage „gespenstisch“, sagt Resperger „Das hier ist ein Black-Out. In der Nacht ist alles stockfinster, nur ab und zu sieht man wo eine Kerze brennen.“ 14 Tage soll der Einsatz dauern, alle drei Tage werden die Einsatzkräfte abgelöst.

Im Süden Österreichs stellen weiterhin die riesigen Schneemassen das größte Problem dar. Mehr dazu lesen Sie unter Winter teilt Österreich