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14 Jahre in der Warteschleife: Grünes Licht für neue Feuerwehr

Förderzusage für den Neubau in Gloggnitz rechtzeitig vor den ersten Fahrten durch den Semmering-Basistunnel.
So soll der Neubau der Feuerwehr Gloggnitz-Stadt aussehen. 4,7 Millionen Euro sind für den Neubau veranschlagt.

Wenn im Dezember 2029 die ersten Züge durch den 27,3 Kilometer langen Semmering-Basistunnel rollen, kommt der Feuerwehr Gloggnitz-Stadt eine Schlüsselrolle zu. Als Portalfeuerwehr muss sie zusätzlich hoch spezialisierte Aufgaben im Katastrophenfall oder bei Schadstoffeinsätzen im Tunnel übernehmen.

Vor diesem Hintergrund wird es höchste Zeit, dass die Feuerwehr eine neue und den Anforderungen entsprechende Einsatzzentrale bekommt. Nach 14 Jahren der Ungewissheit gibt es für das Neubauprojekt grünes Licht.

Fördergeld wird fließen

Vor wenigen Tagen hat das Land NÖ die Pläne der Neunkirchner Architekten Rudischer & Panzenböck abgesegnet. Bei einem Termin in St. Pölten erhielten der Gloggnitzer Bürgermeister Rene Blum und Feuerwehr-Kommandant Thomas Rauch die Unterstützungszusage von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP). Ein Drittel der veranschlagten 4,7 Millionen Euro kommt als Förderung des Landes. „Mir ist wichtig, dass wir in Niederösterreich ein verlässlicher Partner für unsere Feuerwehren sind. Denn wer sich Tag für Tag für andere einsetzt, soll sich auch darauf verlassen können, dass wir hinter ihm stehen“, erklärt Mikl-Leitner.

Fünf Personen stehen zusammen und halten eine Visualisierung eines modernen roten Gebäudes mit Parkplatz.

Förderzusage in St. Pölten.

Standortfrage gelöst

Mehr als ein Jahrzehnt scheiterte das Projekt unter anderem an einem geeigneten Standort. Dabei ist es im wahrsten Sinn des Wortes höchste Eisenbahn. Denn mit der Inbetriebnahme des Semmering-Basistunnels braucht es ein modernes Einsatzgebäude, um die zusätzlichen Spezialfahrzeuge und das nötige Tunnelequipment für Notfälle unterzubringen.

Der Semmering-Basistunnel wird 2029 für den Verkehr freigegeben.

Der Semmering-Basistunnel wird 2029 für den Verkehr freigegeben.

Zelt als Garage für Feuerwehrautos

Das alte Feuerwehrhaus ist in die Jahre gekommen und bietet längst nicht mehr den nötigen Platz, erklärt Kommandant Thomas Rauch. Einsatzfahrzeuge müssen bereits extern in einem Zelt zwischengeparkt werden. Dass dies kein Dauerzustand ist, dessen ist sich auch die Politik bewusst.

Gerade in einer Region wie Gloggnitz mit ihren besonderen Herausforderungen – von der Verkehrsinfrastruktur bis hin zu neuen sicherheitstechnischen Anforderungen – sei eine moderne und schlagkräftige Feuerwehr unverzichtbar. „Die Aufgaben unserer Feuerwehren werden vielfältiger und anspruchsvoller. Deshalb müssen auch die Rahmenbedingungen Schritt halten“, sagt Mikl-Leitner.

Bohrungen beendet

Neu gebaut wird das Feuerwehrhaus auf dem Areal der alten Hochhauser-Tankstelle. Die Probebohrungen wegen einer möglichen Kontamination des Geländes sind abgeschlossen und haben keine böse Überraschung gebracht. Am 18. Juni sollte der Gloggnitzer Gemeinderat den Neubau mit einem Beschluss absegnen, hofft Rauch.

Eine Förderzusage des Landes gibt es auch für die Feuerwehr Gloggnitz-Stuppach. Das Feuerwehrhaus besteht derzeit nur aus einem Raum, es erfolgt ein Zubau für getrennte Umkleide- und Sanitärräume. Und die Feuerwehr Weißenbach erhält eine neue Fassade.

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