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Chronik Niederösterreich
06/25/2021

Seegrotte Hinterbrühl bleibt vorerst geschlossen

1,8 Millionen Euro haben die neuen Eigentümer schon in die Sanierung investiert – doch die Freigabe wird zur Geduldsprobe.

von Stefan Jedlicka

Das Warten auf eine Genehmigung für die Wiedereröffnung der Seegrotte Hinterbrühl im Bezirk Mödling scheint zur Geduldsprobe zu werden. Wie der KURIER berichtete, wurde das Schaubergwerk aufgrund von Sicherheitsmängeln im Mai 2019 geschlossen. Im Sommer 2020 übernahmen Juristin Pia Maria Krebs und Bergbauexperte Christian Kloibhofer den Betrieb und legten der zuständigen Montanbehörde Ost einen Sanierungsplan vor. Dieser sei schon im Jänner 2021 zur Gänze umgesetzt worden, sagt Krebs. Dennoch scheint eine baldige Freigabe derzeit eher unwahrscheinlich.

Rechtliche Probleme

Denn seitens der Behörde wird betont, derzeit sei nur ein Verfahren anhängig, das klären soll, ob ein neuerlicher aktiver Gipsbergbau in der Seegrotte genehmigt werden könne. Für den Betrieb eines Schaubergwerks hätte man noch gar nicht angesucht. „Stimmt“, bestätigt Krebs. „Aber nur deshalb, weil das aus rechtlicher Sicht nicht möglich ist.“ Um die vorhandenen Gipsvorkommen im Berg zu untersuchen und notwendige Sicherheitsmaßnahmen ergreifen zu können, wolle man Bohrungen durchführen. Parallel zu derartigen Arbeiten sei ein Schaubergwerksbetrieb nicht erlaubt, so Krebs. Stattdessen habe sie um Genehmigung für eine „Fremdenbefahrung“ angesucht. „Das ist prinzipiell genau dasselbe, nur rein rechtlich ein Unterschied.“ Wieder Gipsabbau in der Seegrotte zu betreiben, will sie nicht kategorisch ausschließen. „Zuerst muss ich aber einmal feststellen, welcher Rohstoff da überhaupt ist und welche Maßnahmen zur Stabilitätssicherung ich ergreifen muss. Das heißt aber noch lange nicht, dass dann wieder ein Bergbaubetrieb mit Baggern anläuft.“

Kommunikationsschwierigkeiten

Seitens der Montanbehörde weist man außerdem darauf hin, dass aufgrund des vorgelegten Sanierungskonzeptes konkrete Sicherheitsmaßnahmen für die Seegrotte angeordnet worden seien. Bislang liege aber noch kein ausreichender Nachweis vor, dass diese Maßnahmen bezüglich der Stabilität des Grubengebäudes erfüllt wurden. Dem hält Pia Maria Krebs entgegen: „Wir haben 1,8 Millionen Euro in Sanierungen investiert. Unser Konzept wurde von einem Sachverständigem der Behörde für gut befunden und wir haben schon Mitte Jänner mitgeteilt, dass wir alles erledigt haben. Mehr sogar als die behördlich angeordneten Maßnahmen.“ Nun warte man auf Nachricht.

Diese erfolge laufend, heißt es seitens der Behörde: „Wir sind dazu im Austausch mit den Betreibern.“ Dem widerspricht Krebs jedoch: „Leider gibt es seit einiger Zeit keinen Austausch mehr. Wir haben uns jetzt direkt an die Ministerin gewandt.“

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