Satter Ertrag mit NÖ Generationenfonds: Plus 5,7 Prozent für 2025

Volumen des Generationenfonds des Landes ist auf 2,86 Milliarden Euro angewachsen. Konservative Veranlagung in global unruhigen Zeiten bewährt sich.
Zwei Männer in Anzügen sitzen an einem Tisch mit Mikrofonen und Flaggen im Hintergrund.

Der vor mehr als zwei Jahrzehnten aus Wohnbaudarlehen gegründete NÖ Generationenfonds hat sich im Jahr 2025 trotz vieler globaler Turbulenzen neuerlich sehr positiv entwickelt. Mit einem Zuwachs von 5,7 Prozent ist das Fondsvolumen als Sparbüchse der Niederösterreicher um 152 Millionen Euro auf über 2,86 Milliarden Euro angewachsen.

Den über die landeseigene Finanz- und Beteiligungsgesellschaft (Fibeg) erwirtschafteten Ertrag nannte Finanzlandesrat Anton Kasser (ÖVP) als ein „wirklich gutes Ergebnis“. Gerade mit dem Hintergrund der dramatischen kriegerischen und politischen Ereignisse im Weltgeschehen sei das Ergebnis sehr erfreulich, so Kasser. Er präsentierte gemeinsam mit Fibeg-Geschäftsführer Johannes Kern die Fonds-Bilanz.

Stabilität

„In diesen Zeiten wächst die Sehnsucht nach Verlässlichkeit und Stabilität, genau das gibt der Generationenfonds. Die Niederösterreicher können sich darauf verlassen, dass mit ihrem Geld verantwortungsvoll umgegangen wird“, sagte Kasser.

Bei einem vom Landtag bestimmten fixen Anlagestock von 2,5 Milliarden Euro liege die Wertsteigerung seit dem Fondsstart im Jahr 2002 bei mittlerweile 76,9 Prozent, was einem jährlichen Durchschnitt von 2,4 Prozent gleichkomme, berichtete der Landesrat.

In diesem Zeitraum habe sich die Lage von einst günstigen Energiepreisen, guten Exportmärkten in Asien und einer von den USA gestützten Sicherheitslage zu weit schwierigeren Bedingungen gewendet. Höhere Kosten und stärkerer Druck auf die öffentlichen Budgets seien belastend, so Kasser, dazu herrsche bei den Menschen große Verunsicherung.

Das auch vom Landtag bewusst festgelegte „konservative Veranlagungsmuster“ stehe hinter dem erfolgreichen Abschneiden und der Stabilität des blaugelben Sparfonds, erklärten Kasser und Fibeg-Chef Kern. Trotz möglichst niedrigem Risiko sei ein beachtlicher Erfolg gelungen.

Das Fondsergebnis sei besser als jenes der Pensions- und Vorsorgekassen, so Kern. Im direkten Vergleich mit einer aus 44 Fonds bestehenden repräsentativen Peergroup belege man sogar den ersten Platz. Als Gründe dafür nannte er die breite Streuung von rund 9.500 Einzelpositionen mit Aktien, Anleihen, Immobilien usw. im Portfolio sowie das Prinzip Risikominimierung statt Gewinnmaximierung und eine konservative Währungssicherung. Letztere habe bei der vorjährigen Dollarabwertung Verluste verhindert. 

Zweitbestes Ergebnis

Mit den 152 Millionen Euro im Vorjahr wurde das zweitbeste Ergebnis im vergangenen Jahrzehnt erreicht. Über die letzten zehn Jahre wurden 613 Millionen Euro erwirtschaftet, seit dem Fondsstart schon 1,6783 Milliarden Euro. 

Wie das 2025 erwirtschaftete Ergebnis über das Landesbudget eingesetzt werden soll, müsse noch besprochen werden, erklärte Kasser. Laut Landtagsbeschluss ist das Geld für Sozialagenden des Landes zweckgebunden

Rücklage

Weil auch die Erträge der beiden vorangegangenen Jahre noch im Fondstopf liegen und nicht ausgeschüttet wurden, stehe eine willkommene Rücklage zur Verfügung, so Kasser. Der budgetäre Einsparungsbedarf von 380 Millionen Euro im nächsten Doppelbudget des Landes wird allerdings durch den Generationenfonds nicht abgedämpft.   
 

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