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Chronik Niederösterreich Sankt Pölten
06/06/2021

"Verheerende Zustände in St. Pölten": Vorwürfe gegen Busfirma

In einem anonymen Schreiben ist von Umweltverschmutzung und desolater Infrastruktur die Rede. Die Geschäftsführerin spricht von "falschen Behauptungen".

von Johannes Weichhart

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Mehr als fünf Millionen Fahrgäste werden Jahr für Jahr mit den LUP-Bussen in der Landeshauptstadt St. Pölten transportiert. Betrieben wird das Öffi-System unter anderem von der Zuklinbus GmbH mit Sitz in Klosterneuburg. In einem anonymen Brief, der den KURIER erreichte, werden nun schwere Vorwürfe gegen das Unternehmen erhoben.

Mutmaßliche Umweltsünden

Der Verfasser schreibt von „verheerenden Zuständen“, die auf einem Bus-Parkplatz in St. Pölten herrschen sollen. Gespickt ist die Kritik mit mehreren Fotos, die die Verfehlungen aufzeigen sollen. Zum einen soll es auf dem Gelände im Norden der Stadt zu Umweltsünden gekommen sein. Der Hinweisgeber berichtet, dass das Mittel „AdBlue“ (flüssige Harnstofflösung zur Abgasnachbehandlung, Anm.) ins Erdreich eingesickert sein soll.

„Es gibt keine Beleuchtung und keine automatische Tankpistole, daher müssen die Mitarbeiter mit dem Kanister AdBlue tanken“, schreibt der Unbekannte. Für die Reinigung der Fahrzeuge müssten die Chauffeure zudem ihren eigenen Glasreiniger und eine Papierrolle mitnehmen.

Vorwürfe

Und es gibt noch weitere Vorwürfe. Die beiden Container, die für die Mitarbeiter aufgestellt wurden, seien ohne Strom und Wasser, nur ein Dixi-Klo stehe für die komplette Mannschaft zur Verfügung.

Auf KURIER-Anfrage nimmt Sabine Zuklin-Pollany, Geschäftsführerin von Zuklinbus, zu den Anschuldigungen ausführlich Stellung. Sie betont, dass alle Behauptungen falsch seien.

Infrastruktur

Im Bezug auf die Infrastruktur gibt sie an, dass die Betriebsstätte während der Corona-Krise angekauft wurde. „Wir wären schon gerne baulich weiter, allerdings ist die Bauwirtschaft momentan gut ausgebucht, auch Corona hat uns im Plan zurückgeworfen. Die Versorgungsleitungen zum Grundstück fehlen und müssen vom Infrastrukturbetreiber noch hergestellt werden.“ Die Wartezeit dafür betrage mindestens acht Monate.

Vandalismus

Auch den Vorwurf der Umweltverschmutzung weist die Managerin zurück. Man sei in den vergangenen Wochen vielmehr mit Vandalismusakten konfrontiert gewesen. „Tatsächlich wurde uns drei Mal der AdBlue-Schlauch und die Pumpe durchgeschnitten bzw. zerstört. Ein Aggregat, das den Container mit Strom versorgen sollte, wurde uns gestohlen.“

Zuklin-Pollany betont, dass es in der Busbranche „grundsätzlich üblich“ sei, Abstellplätze zu mieten, von denen die Fahrer ihre Fahrzeuge abholen und ihre Liniendienste verrichten. Auf keinem dieser Plätze sei eine Infrastruktur vorzufinden wie auf jenem in St. Pölten.

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