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Chronik Niederösterreich Sankt Pölten
12/07/2021

Trotz Ötscher-Rettung: Scharfe Kritik an der ÖVP

Vor Sonderlandtag in St. Pölten: SPÖ und die Freiheitlichen wollen, dass die Lifte in Lackenhof auf Dauer erhalten bleiben.

von Johannes Weichhart

 

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Vermutlich hätte der Sonderlandtag am Donnerstag bereits einen Vorgeschmack auf den Wahlkampf im kommenden Jahr liefern können, allerdings es ist im letzten Moment doch noch anders gekommen. Mit der Rettung der Ötscherlifte durch das Land NÖ kann nicht nur eine Region aufatmen, der Opposition wurde auch veritable Wahlkampfmunition entzogen.

Auf eine ruhige Diskussion darf sich die ÖVP dennoch nicht einstellen, wurde doch bereits im Vorfeld Kritik am Vorgehen der Partei stark. „Die Ötscherlifte sind ein mahnendes Beispiel dafür, wie schnell die Politik eine ganze Region ins Chaos stürzen kann“, sagte FPÖ-Chef Udo Landbauer. Man werde, so der Politiker, „die Vorgänge rund um die angedachte Schließung im Rahmen der Sondersitzung ganz genau beleuchten“.

Sportlandesrat mit Kritik konfrontiert

Verbal eingeschossen haben sich die Freiheitlichen besonders auf ÖVP-Landesrat Jochen Danninger. „Es braucht eine dauerhafte Lösung, ohne dass das Ende des Liftbetriebes ständig wie ein Damoklesschwert über der Region schwebt. Das Modell Danninger, wonach vier Monate Wintertourismus wegfallen und der Ganzjahrestourismus entstehen soll, ist der Traum von warmen Eislutschern.“

Eine ähnliche Sicht der Dinge hat auch SPÖ-Landesvize Franz Schnabl. Er ist ebenfalls der Meinung, dass der Skibetrieb Teil eines langfristigen Konzeptes sein müsse. Schnabl zeigte sich am Dienstag optimistisch, dass für die Region eine gute Lösung gefunden werden könne. Schnabl berichtete von ersten Gesprächen mit den Ski-Assen Michaela Dorfmeister und Thomas Sykora, zudem hätten bereits private Investoren Interesse an Projekten in der Region gezeigt.

Hart ins Gericht mit der ÖVP gehen auch die Neos. „Dass Lackenhof wirtschaftliche Probleme hat und Verluste schreibt, muss doch irgendjemanden in der Volkspartei aufgefallen sein. Stattdessen hat die Landesregierung sieben Jahre lang in die Luft geschaut und den Lift schließlich mit Steuergeld abgesichert“, so Wirtschaftssprecher Helmut Hofer-Gruber.

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