© Johannes Weichhart

Chronik Niederösterreich Sankt Pölten
04/30/2021

St. Pölten: Neuer Glanz für das Zugpferd des Ötscherbären

Nach einem historischen Entwurf wurde die E10 der "Niederösterreich Bahnen" neu lackiert.

von Johannes Weichhart

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Die Freude ist ihnen anzusehen, denn Werkstättenleiter Oliver Bachinger und Lackiermeister Werner Großschädl haben ein Projekt abgeschlossen, das Eisenbahnfans begeistern wird. In den vergangenen vier Monaten wurde im Zentrum der „Niederösterreich Bahnen“ in der Landeshauptstadt St. Pölten in Eigenregie die 111 Jahre alte Schmalspur-Elektrolok E10 neu lackiert und aufgearbeitet.

Viele werden das Gefährt kennen, ist es doch das Zugpferd des Erlebniszuges „Ötscherbär“, der immer an Samstagen (Mai bis Ende Oktober) von St. Pölten nach Mariazell unterwegs ist. Ab morgen wird die Lok wieder in den Wallfahrtsort touren.

Rost

Dass die E10 dabei in neuem Glanz erstrahlt, hat sie unter anderem auch Bachinger und Großschädl zu verdanken. „Der Lok-Kasten wurde heruntergehoben und mit mittels Sandstrahlgebläse behandelt“, berichtet Bachinger.

Sein Kollege Großschädl war in weiterer Folge für die Neulackierung zuständig. „Eine sehr aufwendige Arbeit“, erzählt er. Zudem befanden sich an der E10 schon einige Roststellen, die nun endlich der Vergangenheit angehören.

Einfach so konnten die Spezialisten der „Niederösterreich Bahnen“ freilich nicht ans Werk gehen. Denn die Arbeiten mussten ganz genau mit dem Bundesdenkmalamt abgestimmt werden. Die Lackierung wurde deshalb auch gemäß eines historischen Entwurfs umgesetzt.

Höchstgeschwindigkeit 45 km/h

Insgesamt besitzt die NÖVOG drei dieser Elektrolokomotiven, die alle regelmäßig zum Einsatz kommen. Bahnliebhaber werden die Eckdaten vermutlich kennen, dennoch sind sie beeindruckend: Gebaut wurde die Lok im Jahr 1910, sie bringt insgesamt 49 Tonnen auf die Schienen. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 45 km/h. Auch an Leistung mangelt es der Lok nicht, 420 kW bedeuten insgesamt 571 PS.

Aussichtswagen

In der Werkstatt befindet sich derzeit übrigens auch der Aussichtswagen, der wieder in den Sommermonaten zum Einsatz kommen wird. Auch er wurde fit für die 84 Kilometer lange Strecke gemacht, die über 19 Viadukte und durch 21 Tunnel führt.

Alle wichtigen Informationen zu den Fahrplänen sowie zu speziellen Angeboten finden sich auch im Internet.

niederoesterreichbahnen.at

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