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Chronik Niederösterreich Sankt Pölten
01/24/2021

St. Pölten wählt: Wahllokale sind geschlossen

Die Wahllokale haben bereits geschlossen. Das Ergebnis wird gegen 19 Uhr erwartet.

von Johannes Weichhart, Laura Schrettl, Sophie Seeböck

 

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Die Wahllokale in der Landeshauptstadt haben seit 16 Uhr geschlossen. Im Sitzungssaal im Rathaus steht schon alles bereit für die Verkündung des Ergebnisses. Dies wird für 19 Uhr erwartet. 

Noch ist es ruhig im Amtsgebäude der Landeshauptstadt. Denn anders als bei den vergangenen Wahlen, herrschen statt regem Treiben strenge Personenbeschränkungen. Diese gelten auch für anwesende Journalisten, nur zwei Redakteure pro Medium dürfen heute live aus dem Rathaus berichten.

Es herrscht Maskenpflicht im Rathaus. Der Sitzungsaal darf bei der Verkündung des Wahlergebnisses nur mit einem eigenen Ausweis betreten werden.

Der heutige Urnengang wird in die Geschichte der Landeshauptstadt eingehen. Denn die Wahl findet mitten im harten Lockdown statt. Knapp 13.000 St. Pöltner haben bereits im Vorfeld mit Wahlkarte gewählt. Das sind 27 Prozent der Wahlberechtigten und so viele wie noch nie. 

Der Wahltag fand unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen statt: 

  • Wahllokale dürfen nur mit Mund-Nasen-Schutz betreten werden.
  • Mindestabstand muss eingehalten werden.
  • Jeder Wähler erhält einen eigenen Bleistift, der behalten werden darf. (Es kann auch ein eigener Kugelschreiber mitgebracht werden.)
  • Ordnerdienste machen auf die Maskenpflicht aufmerksam und schauen auf den Mindestabstand.
  • Gegenstände werden regelmäßig desinfiziert, die Räume immer wieder gelüftet.

Testen für die "Wahlparty" 

Große Wahlpartys mit dem gesamten Wahlkampfteam sind heuer nicht möglich. Die Neos setzen stattdessen auf ein gemütliches Zusammentreffen im kleinen Kreis.

Dafür haben sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor der Wahlparty auf das Coronavirus testen lassen, wovon alle ein negatives Testergebnis bekommen haben. Die Corona-Tests wurden kurzerhand gegen Sektgläser getauscht.

NEOS-Wahlparty

Landesgeschäftsführerin Kristina Janjic, Spitzenkandidat Niko Formanek, Listenzweite Nina Kasser und Landessprecherin Indra Collini mit ihren negativen Corona-Tests

Neos-Wahlparty

Auf der NEOS-Wahlparty tauschten unter anderem Niko Formanek (rechts vorne) und seine Frau Susanne (links vorne) ihre negativen Corona-Tests gegen Sektgläser

Spitzenkandidaten beim Wahlgang

Matthias Stadler genehmigte sich zur Stärkung noch eine Tasse Kaffee, dann ging es für den SPÖ-Bürgermeister Matthias Stadler Sonntagfrüh ins Wahllokal nach St. Pölten-Ratzersdorf. Stadler will die absolute Mehrheit der Sozialdemokraten verteidigen. Im KURIER-Gespräch vor einigen Wochen gab sich der Politiker jedenfalls zuversichtlich. "Wer mich kennt, der weiß, dass ich mir immer große Ziele stecke."

Bereits gewählt hat Nikolaus Formanek von den Neos. So wie knapp 12.600 Bürger nutzte er die Möglichkeit per Wahlkarte seine Stimme abzugeben. Das vorläufige Endergebnis wird gegen 19 Uhr erwartet, die Wahllokale sind bis 16 Uhr geöffnet.

„Wichtig ist, dass möglichst viele Bürger in St. Pölten von ihrem demokratischen Wahlrecht Gebrauch machen. Wir haben ihnen in den letzten Wochen und Monaten ein klares Angebot gemacht und setzen uns für mehr Betreuungsplätze, mehr Plan beim Bau und mehr Transparenz ein", betont Formanek. Die Neos wollen heute den Einzug ins Stadtparlament schaffen.

Für die Grünen geht Christina Engel-Unterberger ins Rennen. Während sie Kollege Fabian Schindelegger in der Stadtwahlbehörde im VAZ St. Pölten vertritt, ging sie wählen.

"Heute ist so ein Tag, wo sich die Zeit bis 16 Uhr sehr lange anfühlt. Die Frage, die uns beschäftigt: Werden wir es schaffen, unsere Stimmen zu verdoppeln und als Team in den Gemeinderat einzuziehen? Wir hoffen auf breite Unterstützung", so Engel-Unterberger.

Wie wird sich die FPÖ schlagen?

Eine der spannenden Fragen heute: Wie wird sich die FPÖ schlagen? Vor fünf Jahren haben die Freiheitlichen ihr bestes Ergebnis eingefahren, doch nach Ibiza und anderen Skandalen muss die Partei heute mit Verlusten rechnen. Das weiß auch der St. Pöltner Spitzenkandidat Klaus Otzelberger, der in der Wiesnergasse wählen war. "Ich bin guter Dinge, da wir einen guten Zuspruch haben. Aufgrund des derzeitigen negativen Bundestrends hat die FPÖ leider die letzten Wahlen verloren. Wir hoffen, dass wir diesen Trend in St. Pölten etwas abfangen können."

Ihr historisch schlechtestes Ergebnis hat die ÖVP St. Pölten bei der Wahl im Jahr 2016 verbucht. Heute soll alles besser werden, so Vizebürgermeister Matthias Adl. "Wir haben einen engagierten Wahlkampf geführt und mit dem Kampf gegen die Wachstumsschmerzen der Stadt das wichtigste Thema der St. Pöltner in den Fokus gerückt. Ich bin guter Stimmung, dass mein Team und ich uns über ein positives Ergebnis freuen können", so Adl.

Dieser Artikel wird laufend aktualisiert.

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