© Lauflupe

Chronik Niederösterreich Sankt Pölten
04/11/2021

Kritik aus St. Pöltner Fachhandel: "Regierung schert alle über einen Kamm"

Kundschaft der "Lauflupe" kann online coronasichere Einzeltermine buchen - im Lockdown musste das Geschäft schließen.

von Sophie Seeböck

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Wer in Zeiten der Pandemie ein Geschäft eröffnet, tut dies nicht leichtsinnig. So auch nicht Peter Luegmaier und sein Kollege Daniel Auer, die pünktlich zum Ende des zweiten Lockdowns am 9. Februar ihren Lauf-Fachhandel "Lauflupe" im St. Pöltner Regierungsviertel erstmals öffneten. 

Kundenstrom durch Buchungssystem steuern

Von Anfang an entwickelten die beiden Inhaber ein spezielles Konzept, um den Konsequenzen des Coronavirus trotzen zu können. "Neben einem Online-Shop haben wir auch gleich ein Terminsystem eingerichtet", erklärt Luegmaier. Kundinnen und Kunden können vorab einen halbstündigen Termin buchen, wobei sie exklusiv beraten werden. In dem etwa 100 Quadratmeter großen Verkaufsraum kämen so nur zwei Personen, der Verkäufer und der Kunde, zusammen. 

Als die neuerlichen Handelsschließungen im Rahmen der "Osterruhe" veranlasst wurden, war die Enttäuschung bei den Betreibern der "Lauflupe" aber groß.

Keine Differenzierung bei Schließungen

"Es ist sehr traurig, dass die Regierung hier wieder alle Branchen über einen Kamm schert und alles Probieren und Bemühen als Händler nichts ändert", so Luegmaier. 

Außerdem sei ihm kein Cluster der aus dem Handel stammt bekannt. "Die Chancen sich anzustecken sind vor allem bei unserem System wirklich minimal", meint Luegmaier und kritisiert, dass seitens der Entscheidungsträger mehr Energie in alternative Öffnungskonzepte gesteckt hätte werden sollen. 

Wirtschaftskammer steht hinter Argumentationen

Mit seiner Kritik wandte er sich neben der niederösterreichischen Landesregierung auch an die Wirtschaftskammer des Bundeslandes.  

Seitens der Handelssparte sei das Konzept der "Lauflupe" ein Paradebeispiel, wie sicheres Einkaufen stattfinden könnte. Dennoch beteuere man, die undifferenzierte Sichtweise der zuständigen Ministerien. 

Peter Luegmaier ist vor allem eines wichtig: "Wir möchten auf unser Konzept aufmerksam machen, da es auch anderen Fachgeschäften dienen könnte."

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