© Florian Stix

Chronik Niederösterreich Sankt Pölten
10/21/2021

FH St. Pölten bekam Neubau zum 25. Geburtstag

Um knapp 55 Millionen Euro entstand der neue Campus der Fachhochschule, der vor Kurzem feierlich eröffnet wurde.

von Sophie Seeböck

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Viele Baustellen prägen derzeit das Stadtbild St. Pöltens. Eine Großbaustelle der Landeshauptstadt ist nun nach zweijähriger Bauzeit aber abgeschlossen: Der neue Campus, sowie die Adaptierung des Bestandsgebäudes der Fachhochschule. Um eine Gesamtfläche von 33.000 Quadratmeter wurde das ursprüngliche Areal nun ungefähr verdoppelt, wie Landtagspräsident Karl Wilfing (ÖVP) vor Kurzem bei der feierlichen Eröffnung betonte. 

Moderne Adaptierungen

Entstanden sind durch den Zubau, in dem nicht nur die Fachhochschule, sondern auch die 2018 gegründete Bertha von Suttner Privatuniversität unterkommt, neben 16 neue Seminarräume, auch größere Labore und Arbeitsplätze für Studierende. Auch der Außenbereich wurde neu mit einer von Bäumen gesäumten Campuspromenade und Sitzmöglichkeiten gestaltet. Die Gesamtkosten des Bauprojekts beliefen sich auf knapp 55 Millionen Euro.

Der neue Campus mit gläsernem Verbindungstrakt zum Bestandsgebäude.

Die erweiterte Bibliothek

Die neue Aula

Lernkojen für Studierende

Ein sogennantes Future Lab soll durch flexibel nutzbare Möblierung einen Raum zum gemeinsamen Lernen, Nachdenken, Visualisieren und Analysieren bieten. "Im Future Lab werden Projekte, Forschungsvorhaben oder Unternehmensideen (weiter-)entwickelt und präsentiert", erklärte die Fachhochschule in einer Aussendung.

25-jährige Erfolgsgeschichte

„Mit dem neuen Campus haben wir einen der modernsten und innovativsten Hochschulstandorte in Österreich“, freute sich Geschäftsführer Gernot Kohl im Rahmen der Eröffnung, wobei man auch die letzten 25 Jahre des Bestehens Revue passieren ließ. 

Was 1996 mit dem Studiengang „Telekommunikation und Medien“ begann, ist heute nicht nur Ausbildungsplatz für 3.700 Studierenden in 26 Studienrichtungen, sondern machte die Landeshauptstadt auch zu einer wichtigen Bildungsstadt, wie Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ) betonte. "Aus meiner Maturaklasse sind von 36 Schülern nur, drei in St. Pölten geblieben. Wer studieren wollte musste nach Wien. Heute kommen die Wiener nach St. Pölten und wir versuchen die jungen Leuten in der Stadt zu halten", so Stadler, der die Gründung der FH als Vorstansmitglied des Fördervereins auf den Weg brachte.

Martin Netzer, Generalsekretär im Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung, lobte neben der internationalen Vernetzung der Fachhochschule gleichermaßen die regionale Verankerung.

Ideen für die Zukunft

Im Rahmen der Eröffnungs- und Jubiläumsfeier blickte man aber nicht nur auf die Vergangenheit zurück, sondern vor allem auch in die Zukunft. Bereits im Herbst des Vorjahres wurde ein Ideenwettbewerb gestartet, wodurch Studierende, Lehrende, Forscherende sowie Mitarbeitende aus der Verwaltung aufgerufen wurden ihre „Ideas for future“ einzureichen.

"Insgesamt 48 Teams und Einzelpersonen folgten dem Aufruf und stellten ihre Zukunftsideen vor. Eine Jury ermittelte die 25 besten Zukunftsideen", erklärte die FH St. Pölten. Im Rahmen der Eröffnung wurden drei Siegerteams geehrt.

Der 1. Platz und somit 1.000 Euro gingen an das Projekt ZilpZalp von Lukas Zeiler und Theresa Kühmayer. Sie wollen mit Schallabsorbern aus Textilabfällen die Musikwelt nachhaltiger gestalten.

Den 2. Platz belegte das Projekt Dumpo. Jessica Mellauner, Sarah Reinprecht und Omer Szerer entwickelten ein Bonusprogramm, das die Umweltverschmutzung durch Plastikflaschen reduzieren solte.

Das Projekt Aicosystems von Tim Ehmke, Johannes Lücker, Mantas Bandonis und Pia Engl belegte den 3. Platz. Sie entwickelten ein Konzept, wie kunstliche Intelligenz für Urban Gardening genutzt werden kann.

Von 21. bis 31. Oktober werden die 25 Zukunftsideen im Red Point in St. Pölten in der Wienerstraße ausgestellt.

 

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