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Chronik Niederösterreich Sankt Pölten
10/08/2021

„Es reicht“: St. Pöltner fühlen sich von Jugendlichen terrorisiert

Lärm, Müll, waghalsige Aktionen – rund um den Sparkassenplatz gibt es Ärger. Bürgermeister Matthias Stadler erhielt einen Beschwerdebrief.

von Johannes Weichhart

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„Es reicht, wir haben die Nase gestrichen voll“, empört sich eine Anrainerin, die im Bereich des Sparkassenplatzes in der Landeshauptstadt St. Pölten wohnt. Der Grund für ihren Zorn sind 15 bis 20 Jugendliche, die seit Monaten für Ärger in dem Grätzl sorgen. „Sie sind laut, vermüllen alles, klettern auf den Hausdächern herum. Einer erklomm sogar die Zentrale der Sparkasse. Wir haben überhaupt keine Ruhe mehr“, berichtet sie.

Pflanzen angezündet

Sie ist nicht die einzige, die an dem Verhalten der Burschen und Mädchen mittlerweile verzweifelt. Rechtsanwalt Hans-Jörg Haftner wohnt ebenfalls in der Gasse, im Gespräch mit dem KURIER lässt er seinem Ärger freien Lauf. „Es ist wirklich ein Wahnsinn. Sie fahren mit Mopeds auf und ab, einmal haben sie sogar meine Pflanzen angezündet. Ihren Müll werfen sie einfach in die Wiese.“

Maßnahmen

Die Betroffenen betonen, dass sie jungen Menschen grundsätzlich äußerst positiv gegenüberstehen würden. Man habe deshalb auch das Gespräch mit den Vandalen gesucht – vergebens. „Das hat die überhaupt nicht interessiert“, erzählt eine Betroffene.

Im St. Pöltner Rathaus weiß man um die angespannte Situation Bescheid. In einem Beschwerdebrief an Bürgermeister Matthias Stadler schilderten die Anrainer die Probleme, Stadler informierte daraufhin die Polizei und bat um verstärkte Kontrollgänge beim Sparkassenplatz. Diese werden zwar auch durchgeführt, allerdings sind den Beamten immer wieder die Hände gebunden. „Weil manche Vorkommnisse in den privatrechtlichen Bereich fallen“, heißt es.

Streetworker

Seitens der Stadt betont man, dass man dennoch sehr bemüht sei, die Lage zu verbessern. So wurde außerdem Kontakt mit dem Verein „Jugend & Lebenswelt“ aufgenommen. Die Streetworker bemühen sich nun, mit den Jugendlichen zu sprechen. „Die gemeinsame Nutzung von öffentlicher Fläche erfordert auch immer ein gewisses Maß an gegenseitiger Rücksicht und Toleranz“, sagt Stadler.

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