Die S34 ins Traisental ist eines der umstrittenen Asfinag-Projekte in Niederösterreich

© Klaudia H. Ratzinger

Chronik Niederösterreich Sankt Pölten
10/11/2021

Enormer Widerstand: Mehr als 9.300 Unterschriften gegen die S34

Aktivisten wollen Petition demnächst dem Land NÖ und Nationalrat übergeben. Unterdessen planen Befürworter ein Straßensperre.

von Johannes Weichhart

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Die S34 spaltet weiter die Gemüter. Während die einen nicht müde werden, vor den Auswirkungen der geplanten Traisental-Schnellstraße auf die Natur zu warnen, rufen die anderen nach einer „Entlastungsstraße“ für die verkehrsgeplagten Anrainer an der B20 in St. Pölten.

Wie groß der Widerstand gegen das mehr als 200 Millionen Euro teure Projekt ist, zeigt eine Petition, die von Romana Drexler ins Leben gerufen wurde. Drexler ist die Initiatorin von „Stopp S34“, die Aktivisten konnten bisher mehr als 9.300 Unterschriften gegen das Vorhaben sammeln. Am kommenden Samstag zwischen 9 und 12 Uhr werden sich die Aktivisten zu einer Abschlusskundgebung am Riemerplatz in der Landeshauptstadt treffen.

Ende der Frist

„Wir wollen noch einmal unsere Argumente gegen die S34 präsentieren und mit den Menschen persönlich ins Gespräch kommen, zuhören und auch unsere Bedenken gegen das Projekt erklären“, sagt Drexler.

Nach Ende der Frist am 18. Oktober wird die Initiative die Unterschriften dann sowohl im Nationalrat als auch im NÖ Landtag an die Umwelt und Verkehrssprecher aller Fraktionen übergeben. „Und auch wenn es von manch politischer Seite starken Gegenwind gab, zeigt diese Unterstützung, dass die betroffene Bevölkerung hinter unserem Anliegen steht“, so Drexler.

Aktion

Diesen Gegenwind gibt es tatsächlich. Denn auch die Befürworter der Traisental-Schnellstraße geben nicht auf. Bereits zum zweiten Mal will das Personenkomitee „Pro S34“ eine Straße in St. Pölten sperren, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. „Wir wollen, dass uns Verkehrsminister Leonore Gewessler zuhört. So wie sie es auch bei den Gegnern gemacht hat“, sagt SPÖ-Vizebürgermeister Harald Ludwig im KURIER-Gespräch.

Am kommenden Donnerstag von 7 bis 8 Uhr soll deshalb eine Fahrspur der B39 (Ober-Grafendorfer Straße, Höhe Brunnenfeldgasse 2) gesperrt werden. Damit könnte es wieder zu Verzögerungen im Morgenverkehr kommen.

Unterdessen evaluiert Verkehrsministerin Gewessler das Projekt. Eine Entscheidung steht aber noch aus. Im Parlament soll die Causa demnächst ebenfalls diskutiert werden.

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