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Chronik Niederösterreich Sankt Pölten
12/24/2021

Das Christkindl zum Kennenlernen in St. Pölten

Als Stp-Christkindl ist Anita Hofmann im Advent unterwegs. Dass sie dabei nur in eine Rolle schlüpft, ist meist nur zweitrangig.

von Sophie Seeböck

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Still und heimlich legt das Christkindl am Heiligen Abend die Geschenke unter den Baum und bleibt dabei im Verborgenen. An den Adventsamstagen aber ist es zu sehen – und zwar in der St. Pöltner Innenstadt. Fröhliche Weihnachtslieder singend fährt es in einer Rikscha durch die Straße. Und es hat sogar einen „bürgerlichen“ Namen, nämlich Anita Hofmann. Des Rätsels Lösung: die St. Pöltnerin schlüpfte, nach der Premiere im Vorjahr, heuer wieder in die Rolle des Stp-Christkindls. „Das gelegentlich Schabernack treibt, mit den Kindern spielt, tanzt und auch ab und zu ein bisschen spitzbübisch“, erzählt sie über ihre Rolle.

Mehr als eine Rolle

Eine ihrer Schönsten, wie die freischaffende Theaterproduzentin, Sängerin und Tänzerin findet: „Hinsichtlich der Außentemperaturen im Winter ist es ein schwieriger Job. Aber wenn ich die Freude in den Gesichtern der Besucher und die glänzenden Augen – nicht nur bei Kindern – sehe weiß ich, dass ich ihn gut gemacht habe“, schwärmt Hofmann, die in Kooperation mit dem St. Pöltner Stadtmarketing und der Agentur Rlebnisreich auch die Frühlingsfee „Flora“ mimt.

Dass sie das Christkindl nur darstellt, sei für Besucher meist zweitrangig: „Einmal trat eine etwa Zehnjährige an mich heran, sah mich mit großen Augen an und sagte ,Ich glaub’ an Dich’. In diesem Moment sah das Mädchen nicht eine verkleidete Schauspielerin, sondern das Christkindl“, ist Hofmann überzeugt.

Die Begeisterung für das Christkind kenne aber kein Alter. Die Begleitperson einer betagten Frau meinte laut Hofmann einmal „Schau, so alt musstest Du werden, um das Christkind zu sehen“. „Die Augen der alten Dame im Rollstuhl leuchteten und füllten sich mit Tränen. Das ging sogar dem Christkindl mitten ins Herz“, erinnert sich die Darstellerin.

Traditionelles und ruhiges Weihnachten

Bei ihren Besuchen in der Innenstadt sei es ihr wichtig, für alle Menschen da zu sein. „Für mich symbolisiert das Christkindl das Gute im Menschen, die Verbundenheit und die Nächstenliebe“, so die Mimin.

Privat ist Weihnachten für das Stp-Christkindl eine Zeit der Ruhe und der Einkehr. Das Christkind stattet auch der Darstellerin einen Besuch ab, wie sie erzählt. Nach dem Läuten des Glöckchens wird das Zimmer betreten: „Diesen Moment des Innehaltens genieße ich immer besonders. Ich wünsche jedem, dass er sich sein innerliches Kind und den Zauber der Weihnacht erhalten kann.“

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