© Sophie Seeböck

Chronik Niederösterreich Sankt Pölten
08/07/2021

Cousin-Duo baut Melonen direkt in der Landeshauptstadt an

Die St. Pöltner Florian Strasser und Robert Bandion verkaufen ihre süßen Kürbisgewächse ab Hof.

von Sophie Seeböck

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Für viele gehört die Wassermelone untrennbar zum Sommer. Im Einzelhandel stammen diese meist aus Spanien und Italien. Doch auch in NÖ werden mittlerweile auf einer Anbaufläche auf 20 bis 30 Hektar die süßen Kürbisgewächse kultiviert, wie Zahlen der Landwirtschaftskammer zeigen – so zum Beispiel auch im St. Pöltner Ortsteil Waitzendorf.

Spezialisierung während der Schule

„Wir wollten etwas anbauen, das sonst kaum jemand hat“, erklären Florian Strasser (22) und Robert Bandion (19), warum sie sich vor drei Jahren für die Spezialisierung auf Melonen in der Landeshauptstadt entschieden haben.

„Noch während meines letzten Jahrs in der Fachschule Pyhra haben wir schon erste Melonenpflanzen gesetzt“, schildert Bandion.

Regionaler Anbau und Verkauf

Das Setzen der ersten Pflänzchen war für das Cousin-Duo ein Versuch. Mittlerweile wachsen auf einem dreiviertel Hektar großen Acker neben roten, teilweise kernarmen Wassermelonen, auch Zuckermelonen und gelbe Wassermelonen. „Die kommen bei unseren Kunden besonders gut an“, freuen sich die beiden. Ihre Melonen vertreiben sie in verschiedenen Regionalläden, vor allem ab Hof in Waitzendorf und seit Donnerstag auch am St. Pöltner Domplatz-Markt.

Vor allem der Faktor Wetter bestimmt die Absatzmengen: „Am meisten verkaufen wir an warmen Wochenendtagen“, so die beiden. Mit einem Kilopreis von 1,22 Euro sind die St. Pöltner Melonen fast doppelt so teuer wie die Ware aus dem Ausland. „Vom Ziehen der Pflanzen, bis zum Setzen und Ernten geschieht bei uns alles per Hand“, erklärt das Duo den höheren Preis. Ohne Erntehelfer, dafür aber mit der ganze Familie, steckten sie im Vorjahr 500 Stunden in die Melonenproduktion.

Hagel hätte Ernte zunichtemachen können

Mit dem höheren Preis werden aber auch zusätzliche Unsicherheitsfaktoren des Anbaus abgegolten. „Für Melonen darf es nicht kälter als zwei oder drei Grad über Null sein“, schildern die beiden die Eigenheiten des Kürbisgewächses. „Auch Unwetter sind eine große Gefahr. Hätte uns der Hagel getroffen, wäre für uns die Saison vorbei.“ Glücklicherweise wird die Saison noch bis Ende des Sommers weitergehen. 

Melonen ab Hof

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