© Sophie Seeböck

Chronik Niederösterreich Sankt Pölten
01/11/2022

2-G im Handel in NÖ: "Aktion scharf" in der Landeshauptstadt

Die Polizei kontrollierte in mehreren Innenstadt-Geschäften, ob nur geimpfte oder genesene Personen einkauften.

von Sophie Seeböck

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Die Regelung, dass ausschließlich geimpfte und genesene Personen im stationären Handel einkaufen dürfen, setzte die Bundesregierung bereits Mitte Dezember in Kraft. Neu ist seit dem heutigen Dienstag, dass die entsprechenden 2-G-Nachweise nun auch verpflichtend überprüft werden müssen.

Um die Einhaltung dieser neuen Maßnahmen sicherzustellen, kontrollierten am Dienstagvormittag zehn Beamte der Polizeiinspektion Bahnhof stichprobenartig Geschäfte in der St. Pöltner Innenstadt.

Zuerst noch ohne Murren

Gleich zu Beginn der Fußgängerzone in der Kremser Gasse schwärmten die Polizisten in ein großes Bekleidungsgeschäft aus und kontrollierten die Kundinnen und Kunden. Obwohl diese bereits beim Betreten des Geschäfts einer Mitarbeiterin ihren Nachweis vorlegen mussten, kramten sie - zumeist ohne Murren -,  erneut ihren digitalen Grünen Pass oder ihre Papier-Impfpässe aus den Taschen. Auch ein Lichtbildausweis musste dazu vorgelegt werden. 

Ausreißer konnten die Polizisten keine entdecken. "Bisher läuft es sehr gut, die Leute zeigen ihre Nachweise bereitwillig", bestätigte auch eine Mitarbeiterin, die am Eingang des Geschäfts Kontrollen durchführte, die Kooperationsbereitschaft der Kunden. "Ich finde die Kontrollen zu hundert Prozent in Ordnung", meinte auch eine Kundin. 

Von "mühsam" bis "völlig in Ordnung"

Anders sah dies eine Dame in einem weiteren Bekleidungsgeschäft in einem Kaufhaus der Innenstadt. "Ich gehe nicht wieder Shoppen. Durch die ständigen Kontrollen geht das ganze Erlebnis verloren. Das ist mir zu mühsam, ich werde von nun an wieder online einkaufen", zeigte sich die Kundin genervt. Obwohl in diesem Laden der Immunisierungs-Status erst an der Kasse geprüft wird, entdeckten die Beamten niemanden ohne Nachweis. 

Laufende Kontrollen gab es auch in den Lokalen der Landeshauptstadt. "Völlig in Ordnung", wie eine Besucherin eines Kaffeehauses am Rathausplatz fand. "Es ist zwar für alle Beteiligten viel Arbeit, aber es ist wichtig, gegen die Schummler vorzugehen." 

Generell suche man seitens der Polizei bei Übertretungen immer den Dialog und informiere, hieß es. Manchmal sei aber auch konsequentes Eingreifen notwendig.

15.000 Übertretungen

So haben die niederösterreichischen Polizistinnen und Polizisten seit dem Inkrafttreten der Corona-Maßnahmen bereits 15.000 Übertretungen, wie etwa das Missachten der Maskenpflicht, zur Anzeige gebracht. "Außerdem mussten 2.300 Organstrafmandate ausgestellt werden", berichtete Johann Baumschlager, Sprecher der Landespolizeidirektion NÖ. Die Strafrahmen reichen hier von 90 Euro bis hin zu 3.600 Euro für Gastrobetreiber, die sich nicht an die Regeln halten. "Generell merken wir aber, dass ein Großteil der Betreiber kooperativ ist."

Mehr Personal

In den Bezirken seien für die Kontrollen bisher zwei Streifen tagsüber und eine nachts im Einsatz gewesen. "Jetzt kontrolliert jede Polizeiinspektion selbst in ihrem Bereich Gastronomie, Handel, aber auch Tourismushotspots wie etwa Liftbetreiber", gab Baumschlager Einblicken. Den zusätzlichen Personalaufwand für Covid-Kontrollen, aber auch zur Sicherung von Demonstrationen, wofür die NÖ Beamten oft auch in andere Bundesländer auspendeln müssen, merke man mittlerweile aber deutlich.

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