Großeinsatz bei Brand in Sägewerk nächst dem Hitzepol Österreichs
Der Löscheinsatz unter Atemschutz verlangte Einsatzkräften alles ab.
Einen Großeinsatz aufgrund eines Brandes in einem Holzindustriebetrieb in Zarnsdorf in der Gemeinde Wolfpassing im Bezirk Scheibbs galt es Freitagnachmittag für die Feuerwehren im Bezirk Scheibbs bei brütender Hitze zu meistern. In dem Nachbarort von Wieselburg, wo Freitag der österreichweite Juli-Hitzerekord mit 40,3 Grad gemessen wurde, kämpften 136 Einsatzkräfte von sieben Feuerwehren gegen das gefährliche Feuer.
Einsatzkräfte am Werksgelände.
Nachdem die Alarmierung um 14.50 Uhr erfolgt war und die Feuerwehren auf der Anfahrt die mächtige Rauchentwicklung aus einer Werkshalle der Firma Mosser bemerkten, ließ der Zarnsdorfer Einsatzleiter sofort die Alarmstufe auf B3 erhöhen.
Zwei Einsatzabschnitte
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bestätigte sich der Brand im Bereich einer Sägegruppe. Aufgrund der Zugangssituation und der außergewöhnlich hohen körperlichen Belastung der Einsatzkräfte durch die extremen Temperaturen wurde der Einsatz in zwei Einsatzabschnitte gegliedert. In jedem Einsatzabschnitt wurde ein eigener Atemschutzsammelplatz eingerichtet, um die Atemschutztrupps bestmöglich versorgen zu können.
Gute Einsatzkoordination war aufgrund der Hitze gefragt.
Insgesamt standen zehn Atemschutztrupps im Innenangriff zur Brandbekämpfung im Einsatz. Durch das rasche und koordinierte Vorgehen konnte der Brand unter Kontrolle gebracht und eine Ausbreitung auf weitere Anlagenteile verhindert werden.
Enorme körperliche Belastung
Die enorme körperliche Belastung machte einen regelmäßigen Austausch der Atemschutztrupps sowie eine intensive Betreuung der Einsatzkräfte erforderlich. Der Rettungsdienst war während des gesamten Einsatzes vor Ort, um die Einsatzkräfte medizinisch abzusichern, berichtete das Bezirksfeuerwehrkommando Scheibbs. Ein Mitarbeiter des Betriebes wurde vom Rettungsdienst versorgt und medizinisch behandelt.
Nach Abschluss der Löscharbeiten verblieb eine Brandwache am Einsatzort, um den betroffenen Bereich laufend zu kontrollieren und ein mögliches Wiederaufflammen des Brandes auszuschließen. Im Zuge der Einsatznachbesprechung bedankte sich ein Vertreter des Unternehmens bei allen eingesetzten Organisationen für den professionellen Einsatz, durch den ein noch größerer Schaden verhindert werden konnte.
Brandursache wird ermittelt
Über die Brandursache gab es vorerst keine Angaben. Brandsachverständige und Polizei ermitteln den Grund für das Feuer.
Im Einsatz standen laut Bezirksfeuerwehrkommando die Feuerwehren aus Zarnsdorf, Wang, Scheibbs, Purgstall, Pyhrafeld, Wieselburg und Steinakirchen. Das Rote Kreuz war mit elf Einsatzkräften am Brandort, weiters begleiteten drei Polizeibeamte das Einsatzgeschehen.
Kommentare