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Chronik Niederösterreich
07/18/2021

Retzer Banküberfall ist geklärt

Personenbeschreibung führte zum Täter, 33-jähriger Beschuldigter wurde in Tschechien verhaftet. Er hatte im Mai eine Bank in Retz überfallen.

von Michael Pekovics

Der Banküberfall vom 12. Mai heurigen Jahres in Retz (Bezirk Hollabrunn) ist geklärt. Die Polizei konnte einen 33-jährigen tschechischen Staatsbürger festnehmen, der den Überfall begangen haben soll.

Die Suche nach dem Täter war nicht einfach. Schlussendlich führte eine detaillierte Personenbeschreibung auf die Spur jenes Mannes, der die Angestellte des Geldinstituts mit einer Faustfeuerwaffe bedroht hatte. „Überfall, ich habe Dynamit und Waffen! Alles Geld – kein Alarm.“

Mit diesen Worte forderte der 33-Jährige am 12. Mai Bargeld, das er in eine mitgebrachte Plastiktasche stopfte und danach in einem roten Pkw flüchtete. Die damals eingeleitete Alarmfahndung verlief negativ. Also mussten die Beamten des Landeskriminalamts Niederösterreich einen anderen Weg finden, um dem Täter auf die Spur zu kommen.

Zahlreiche Hinweise

In österreichischen und tschechischen Medien wurden Bilder vom Überfall veröffentlicht, woraufhin zahlreiche Hinweise einlangten. Nach umfangreichen Prüfungen der Hinweise gab es eine erste heiße Spur zu ebenjenem 33-jährigen Mann. Daraufhin wurden die Ermittlungen intensiviert und auch die tschechischen Kollegen hinzugezogen. Der Verdacht erhärtete sich, ein EU-Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Korneuburg war die Folge.

Ende Juni wurde der 33-jährige Beschuldigte von tschechischen Polizeikräften gemeinsam mit Beamten des Landeskriminalamts Niederösterreich festgenommen. Bei einer Durchsuchung des Wohnsitzes des Mannes konnte ein Pkw, sowie mehrere Mobiltelefone, die der Beschuldigte offensichtlich mit dem gestohlenen Geld erworben hatte, aufgefunden und sichergestellt. Die gesamte Beute des Banküberfalls wurde von dem Beschuldigten bereits ausgegeben.

Am 9. Juli 2021 wurde der 33-Jährige nach Österreich ausgeliefert und in Haft genommen. Bei seiner Einvernahme zeigte er sich umfassend geständig. Er wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Korneuburg in die Justizanstalt eingeliefert.

Die entscheidenden Hinweise kamen von einem Österreicher und einem Tschechen, beiden wurde die ausgelobte Belohnung ausgezahlt.

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