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Polnisches Paar auf Rax in Not: Duo erwischte irrtümlich Kletterroute

Nur wenige Stunden nach der Eröffnung der Jubiläumsausstellung „130 Jahre Bergrettung“ musste die Einsatzorganisation ausrücken.
Nächtlicher Rettungseinsatz auf der Rax. Ein Paar aus Polen war in Bergnot geraten.

Für die Bergrettung Reichenau an der Rax gab es am Samstag viele Gründe, ins Schwitzen zu geraten. Zu Mittag wurde im Kulturschloss Reichenau die Eröffnung der Sonderausstellung (11. Juli bis 6. September) zur 130-jährigen Geschichte der Bergrettung gefeiert. Und am Abend stand bereits der nächste Notfall auf der Tagesordnung der Einsatzorganisation.

Ein junges Paar aus Polen (24 und 26 Jahre alt) war am Samstag am späten Abend in der Dunkelheit auf der Rax in Bergnot geraten. Die beiden Wanderer mussten von den Einsatzkräften aus einer Kletterroute geborgen werden.

Irrtümlich auf Kletterroute abgebogen

Um etwa 20.30 Uhr, kurz vor Sonnenuntergang, ging bei der Ortsstelle in Reichenau die Meldung ein, wonach sich zwei Personen im Abstieg am Preintalersteig auf der Rax befanden und vor dem letzten Kamin, der Schlüsselstelle der Tour (Schwierigkeitsgrad II), festsaßen. Das Paar konnte weder vor noch zurück, worauf sie einen Notruf absetzten.

Es stellte sich heraus, dass das Duo anstatt des Wachthüttelkamms irrtümlich die Felskletterroute für den Abstieg gewählt hatte. Damit war das Paar überfordert. Eine Mannschaft der Bergrettung Reichenau stieg zu Fuß zu den unverletzten Bergsteigern auf und seilte sie zum Wandfuß ab. Um etwa 23.00 Uhr konnten die beiden Polen wohlbehalten bei ihrem Fahrzeug in der Nähe des Weichtalhauses abgesetzt werden.

Nächtlicher Rettungseinsatz auf der Rax. Ein Paar aus Polen war in Bergnot geraten.

Nächtlicher Rettungseinsatz auf der Rax. Ein Paar aus Polen war in Bergnot geraten.

Überfordert und schlecht vorbereitet

Der Einsatz von Samstag spiegelt einen deutlichen Trend wider. Die Unverletzten-Bergungen machen mittlerweile fast ein Viertel aller Bergrettungseinsätze aus: Dabei geht es um jene Einsätze, bei denen Personen zum Beispiel einfach erschöpft sind und nicht mehr weiterkönnen. Auch dies ist ein Ergebnis schlechter Tourenplanung und Selbstüberschätzung, denn derlei Einsätze wären vermeidbar.

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